Dienstag, 23. Juni 2009, 0:29 Uhr

Kurzer Prozeß: Chris Brown bekennt sich schuldig

Im Verfahren um die Prügelattacke von Chris Brown auf seine Ex-Freundin Rihanna kam es zu einem kurzen Prozess. Hintergrund ist ein Deal mit den Anwälten von Rihanna: 5 Jahre auf Bewährung und 180 Tage gemeinnützige Arbeit in der Heimat von Chris Brown, Virginia. Außerdem soll er ein zweiwöchiges Training gegen häusliche Gewalt absolvieren. Chris Brown, der im grauen Anzug erschien, dürfe sich Rihanna nicht mehr als bis auf 46 Metern nähern, noch darf er sie in irgendeiner Weise kontaktieren. Falls sie sich bei einer Show über den Weg laufen, dürfen sie sich bis auf maximal neun Meter nähern, aber nicht miteinander sprechen. Die Einigung erfolgte kurz vor der mit Spannung erwarteten Aussage von Rihanna, die ihr, Chris Brown und der Öffentlichkeit damit erspart blieb. Die 21-jährige hielt sich im Gerichtsgebäude auf, war aber nicht im Saal anwesend.

Genauso darf aber auch Rihanna keinen Kontakt zu Brown aufnehmen. Richterin Patricia Schnegg erklärte dem Angeklagten: “Herr Brown, ich finde es lobenswert , dass Sie für ihr Benehmen Verantwortung übernehmen.” Sie betonte weiterhin, dass sie keinen Star-Bonus gewährt. “Ich möchte Herrn Brown wie jeden anderen Angeklagten behandeln, der in diesen Gerichtssaal kommt. Das beinhaltet auch Müll einsammeln oder Graffiti entfernen”.

Sollte Brown gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen, muss er für vier Jahre ins Gefängnis. Die Richterin räumte ein, dass die Abstands-Regelung gelockert werden könnte, sobald Brown offiziell verurteilt worden wäre.

Das Urteil soll am 5. August verkündet werden.

Bei der ersten Anhörung vor einigen Wochen erklärte Brown noch, er sei unschuldig.

Browns Anwalt Mark Geagos sagte in einer anschließenden Pressekonferenz: “Solange ich ihn verteten habe, wollte er immer Veantwortung übernehmen.” Sein Mandant sei noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten und er sei “ein guter Junge”. “Er ist ein Kind, der noch nie zuvor in Schwierigkeiten war. Er will die Botschaft übermitteln, dass häusliche Gewalt nicht akzeptabel ist”.

Fotos: Splash News