Dienstag, 23. Juni 2009, 15:37 Uhr

Black Eyed Peas dürfen wegen Perez Hilton Kanada nicht verlassen

Neue Runde im absurden Streut zwischen Klatschblogger Perez Hilton! Der Tourmanager der ‚Black Eyed Peas’ wurde jetzt wegen einer Attacke gegen Perez Hilton verklagt. Die Band erhielt ein Verbot Kanada zu verlassen, solange Polo Molina sich nicht der Polizei  wegen des angeblichen Vorfalles im ‚Toronto’s Cobra Club’ in den frühen Morgenstunden am Montag, 22. Juni, gestellt habe.

Der penetrante Selbstdarsteller behauptet, Molina und Sänger will.i.am seien ihm in dem Nachtclub feindlich gegenüber getreten. Zuvor sei Frontfrau Fergie ausgeflippt, weil der Blogger die Musik der ‚Black Eyed Peas’ in seinem Blog schlechtgemacht habe.

In einem Videoblog mit dem Titel ‚My Statement’, erzählt Perez Hilton, dessen richtiger Name Mario Lavandeira ist, mit tränenerstickter Stimme: “Als will.i.am mich sah, stürmte er wie eine wärmesuchende Rakete auf mich zu. Dann schrie er mir direkt ins Gesicht.“

Das Heulsusen-Video dürfte jetzt schon Kult werden! Die ersten Parodien gibts schon auf Youtube.com!

Im weiteren Verlauf des Videos beklagt er noch, dass Molina „von hinten kam, mir ins Auge stach und drei oder vier Mal zuschlug“.  Der Blogger gestand allerdings auch, dass er den Rapper ganz bewusst ärgern wollte und ihn mit „Schwuchtel“ beleidigte.

“Er war so drauf: ‚Du musst Respekt vor mir haben.’ Es war offensichtlich, dass er mich einschüchtern und mir Angst einjagen wollte“, berichtet Hilton von den Vorkommnissen und erzählt weiter: „Da meinte ich: ‚Ich respektiere dich aber nicht.’ Das sagte ich genau so und ich wusste, dass es so ziemlich das Schlimmste war, was ich ihm sagen konnte, weil er sich so aufführte. Ich sagte dann noch: ‚Weißt du was? Ich respektiere dich nicht und du bist schwul und hör bloß auf so eine Schwuchtel zu sein.’“

Nach dem Vorfall postete der sich selbst zu seiner Homosexualität bekennende Internetschriftsteller auf Twitter: “Ich bin am Bluten. Bitte, ich muss dringend Anzeige erstatten. Ohne Spaß.“

Will.i.am hat die Vorwürfe zurückgewiesen und ebenfalls ein Video ins Netz gestellt. Ihm zufolge habe Hilton den übertrieben dargestellten Zwischenfall provoziert, um Werbung für sich zu machen. Der Rapper frage sich, warum der Blogger über das Internet Anzeige erstatten wolle und nicht gleich die Polizei anrufe. In der Tat!

In seinem eigenen Blog schrieb er: “Es sieht ganz danach aus, als ob jemand verrückt nach Aufmerksamkeit ist und sich nicht wirklich Gedanken um seine Gesundheit macht.”

Hiltons Gezwitscher auf Twitter zufolge, haben seine treuen Fans die örtliche Polizei bereits mit Anrufen überflutet und seien dabei, den Fall aufzuklären. Polo wurde bereits angeklagt, nachdem er sich selbst ausgeliefert hatte, und wird sich am 5. August vor Gericht verantworten müssen.

In der Zwischenzeit tat die Allianz Schwuler und Lesben gegen Diffamierung (GLAAD, ‚Gay and Lesbian Alliance Against Defamation’) ihren Unmut darüber kund, dass Hilton das Wort „Schwuchtel“ in den Mund genommen hatte. In einem Statement hieß es: „Wir haben uns an Hilton gewandt und ihn gebeten sich für die Verbreitung dieser schwulenfeindlichen Verunglimpfung zu entschuldigen. Es ist unheimlich gefährlich, wenn jemand aus unseren eigenen Reihen es nutzt, um eine andere Person zu beleidigen.“

Weiterhin erklärt die Vereinigung: “Es rechtfertigt den Gebrauch eines Schimpfwortes, dass oft mit Gewalt gegen Schwule und Lesben einher geht. Und es vermittelt den Eindruck, dass es in Ordnung wäre zu versuchen, Leute mit schwulenfeindlichen Begriffen fertig zu machen.“

Foto von willI.am: Universal Music. Videoshots: YouTube, Videos: YouTube. Alle Videos und Bilder dazu gibts auf www.klatsch-tratsch.de