Donnerstag, 25. Juni 2009, 15:21 Uhr

Black Eyed Peas und Perez Hilton zoffen sich weiter

Perez Hilton verklagt den Tourmanager der Black Eyed Peas. Klatschblogger Perez Hilton hat einen Rechtsstreit gegen Polo Molina in Gang gesetzt. Er verlangt eine noch unbezifferte Entschädigung wegen „emotionaler Leiden“, der Verletzung seiner Bürgerrechte und dem Veilchen, das er sich bei dem Streit am Montag, 22. Juni, in einem Club in Toronto einfing. Der bloggende Selbstdarsteller hatte sich zuvor mit den Stars der Band will.i.am und Fergie angelegt.

Perez beteuerte auf seiner Website, dass er die volle Entschädigungssumme an die Lesben- und Schwulenrechtsgruppe ‚Shepard Foundation’ spenden will. Er wolle die „Kränkung“ wieder gut machen, die das Wort „Schwuchtel“ ausgelöst hatte. So beschimpfte Hilton den BEP-Frontmann will.i.am nämlich am Montagabend. Der Gebrauch des Wortes war von vielen Schwulenorganisationen scharf kritisiert worden. In seiner Online-Entschuldigung sagte Hilton: „Menschen machen Fehler. Ich habe in meinem Leben viele gemacht, aber in der letzten Woche beging ich mehr, als ich an einer Hand abzählen kann. Es tut mir leid. Ich bin von tiefer Trauer und Scham erfüllt“, gesteht der provokante Blogger ungewöhnlich einsichtig. „Es tut mir leid, dass all die gute Arbeit, die ich im Namen der Gleichberechtigung geleistet habe, nun durch dieses verletzende Wort, das sonst gegen mich und die schwule Community verwendet wird, vielleicht verdorben wurde. Es war dumm.“, Perez Hilton hat noch eine weitere Bitte: “Ich werde das ‚Schw…’-Wort nie wieder in den Mund nehmen. Und andere, die das ‚N-Wort’ benutzen, um zu beleidigen oder in ihrem alltäglichen Umgang, fordere ich auch auf, es aus ihrem Wortschatz zu entfernen.“ Nachdem er von der Schwulen- und Lesbenallianz gegen Beleidigung (‚Gay and Lesbian Alliance Against Defamation’, kurz GLAAD) kritisiert worden war, soll der Blogger noch gesagt haben, er könne „sich nicht weniger über deren Meinung scheren“.

Ein Sprecher des GLAAD sagte nun in einem Statement: „Perez Hiltons Einsicht, dass Worte verletzen können, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Auch wenn sein veränderter Tonfall hier gut ankommt,  scheint er immer noch, diese Äußerung verteidigen zu wollen. Eine Erklärung, in der er sich schnell mal entschuldigt und ansonsten nicht eingesteht, diese Diskriminierung verwendet zu haben, bringt uns nicht weiter. Diese vulgären, schwulenfeindlichen Verunglimpfungen sind es, die ein Klima voll Hass und Intoleranz schaffen und unsere Gemeinschaft ins Unglück treiben.“ Weiterhin heißt es in der Presseerklärung: „Wenn ein Mitglied unserer Gemeinschaft eine weitreichende Medien-Plattform nutzt, um diese Art von Beleidigungen zu verbreiten, vermittelt das den Eindruck, es wäre in Ordnung diese menschenfeindlichen Begriffe zu verwenden.“ Die Gruppe rief daraufhin den Blogger dazu auf, keine “erniedrigende und verleumderische Sprache“ gegen jegliche Gruppen auf seiner Website zu verwenden.