Donnerstag, 25. Juni 2009, 8:43 Uhr

Marilyn Manson: "Meinen Tiefpunkt hatte ich Weihnachten 2008"

Marilyn Manson hatte Probleme seine Trennung von Evan Rachel Wood zu verdauen. Der Goth-Rocker und die Schauspieler trennten sich im letzten Jahr nach einer zweijährigen Romanze, womit Manson sich zunächst nicht abfinden wollte. Ausgerechnet zu Weihnachten erreichte er dann einen Tiefpunkt.

Im Interview mit dem ‚Spin‘-Magazin enthüllt der Musikstar: „Meinen Tiefpunkt hatte ich am Weihnachtsfeiertag 2008, weil ich nicht mit meiner Familie redete. Meine Wände waren in Kritzeleien von Songtexten bedeckt und Tüten mit Kokain waren an ihnen festgenagelt. Und ich machte eine Erfahrung, bei der ich nicht damit zurechtkam alleine zu sein und im Stich gelassen worden und dadurch betrogen worden zu sein, dass ich mein Vertrauen in einen Menschen gelegt habe, und den Fehler gemacht zu haben, es in die falsche Person zu legen.“

Irgendwann griff Manson sogar zu extremen Maßnahmen: „Ich machte den Fehler verzweifelt an etwas festzuhalten und es besitzen zu wollen. Und jedes Mal, wenn ich sie an dem Tag anrief – ich rief sie 158 Mal an – nahm ich eine Rasierklinge und schnitt mich im Gesicht und an meinen Händen.“

Der 40-jährige Sänger erzählt außerdem, dass sein neues Album ‚The High End Of Low‘ von genau diesem Ereignis handelt. Mit den Wunden, die er sich selbst zufügte, wollte er Wood (21) eigenen Angaben zufolge veranschaulichen, wie sehr sie ihm weh getan hat.

„Das war Absicht, ich habe mich geritzt“, fährt er offen fort und erklärt seine Handlung: „Ich wollte ihr den Schmerz zeigen, dem sie mich ausgesetzt hat. Es sollte ihr sagen: ‚Ich will dir körperlich verdeutlichen, was du getan hast.‘“

Im Zusammenhang mit seiner neuen Musik berichtet der Schockrocker ungeniert von dem großen Einfluss, den Wood auf seine Texte hatte: „Dieser Schaden ist Teil der Platte und der Song ‚I Want to Kill You Like They Do in The Movies‘ handelt von meinen Fantasien. Ich habe jeden Tag Fantasien darüber, ihren Schädel mit einem Vorschlaghammer zu zertrümmern. ‚Devour‘ handelt davon, dass mir jemand mal gesagt hat: ‚Ok, ich will mit dir zusammen sein, bis ich sterbe.‘ Und dann hat diese Person aufgegeben. Ich war an dem Punkt in meinem Leben, an dem ich dachte: ‚Ok, lass uns sterben, aber weißt du was? Ich werde dich zuerst umbringen, weil ich dir nicht über den Weg traue.‘“