Freitag, 26. Juni 2009, 14:10 Uhr

Michael Jackson: Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Tour

Michael Jackson hatte die letzten Tage intensiv für die Comeback-Konzerte in London im Staples Center in Los Angeles geprobt. Schon letzten Monat wurden aus dem Umfeld des Stars erhebliche Zweifel am Gesundheitszustand des verstorbenen Popstars angemeldet. Tarek Ben Amar, ein früherer Manager und Freund von Jackson, sagte gegenüber dem französischen Radiosender Europe 1, dass Jackson Medikamente gegen Schlaflosigkeit genommen habe, der vor allem ein Hypochonder gewesen sei: “Man wusste nie, ob er wirklich krank war, weil er von Scharlatanen umgeben war, die von dieser Hypochondrie lebten und ihm Tausende und Abertausende Dollar für Medikamente und Vitamine abknöpften.” Seiner Ansicht nach sei der Sänger einem Herzinfarkt erlegen, “weil er alle möglichen Medikamente nahm”. Außerdem habe er sich ungesund ernährt, keinen gesunden Lebensstil gepflegt und keinen Sport treiben können, zitiert der ‘Spiegel’ Ben Amar. “Das hätte bei jedem anderen dieselben Konsequenzen gehabt.”

Der Generalsekretär der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie, Matthias Gensior,  erklärte laut Medienberichten “Eine Vorschädigung durch Mittel bei oder nach OPs kann man ausschließen. Man kann mit Sicherheit sagen, dass die Operationen keinen Einfluss auf seinen Tod hatten.”

Die Tickets für die 50 Auftritte in der Londoner ‘O2’-Arena waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Die Einnahmen allein aus den Ticketverkäufen belaufen sich auf umgerechnet 60 Millionen Euro. Verkauft wurden 750.000 Karten, das Kontin gent kürzlich sogar um ein “paar hundert pro Konzert” aufgestockt. Die Show-Serie sollte zwischen 100 Millionen und 120 Millionen Euro einspielen. Anschließend sollte der 50-jährige Popstar noch auf eine Welttour geschickt werden. Angeblich seien allein schon 21 Millionen Euro für die Londoner Produktion, die am 13. Juli starten sollte, ausgegeben.

Der Veranstalter Anschutz Entertainment Group “AEG Live” hatte die Comeback-Konzerte von Michael Jackson versichert. Allein die ersten zehn Shows waren am Versicherungsmarkt rund 93 Millionen Euro wert, wie “Times Online” berichtet. Problem: 40 Konzerte im Wert von insgesamt 350 Millionen Euro waren aufgrund des schlechten Gesundheitszustandes nicht versichert.  

Die Auszahlung der Summe ist nach den Gepflogenheiten abhängig von der Todesursache. Fakt ist, dass AEG die Ticketpreise zurückerstatten muß. Aber eventuell ein riesiges Problem bekommt.

Auf seiner Website verkündet AEG Live nur kurz neben dem bekannten Statement des Krankenhauses: “Weitere Informationen bekommen die Besitzer der Karten  zu gegebener Zeit.”

Der AEG Group gehörte übrigens neben der O2 Arena in London auch das Staples-Center in Los Angeles.