Samstag, 27. Juni 2009, 11:08 Uhr

Polizei trifft Familie in Jacksons Haus - Medikamente beschlagnahmt

TMZ berichtet, der am Donnerstag verstorbene Popstar Michael Jackson war es gewöhnt, sich regelmäßig von einem Arzt das schmerzlindernde Medikament Demerol spritzen zu lassen. Er nannte es “Gesundheits-Tonic”. Wein nannte er zum Beispiel “Jesus-Saft”. Prof. Schönfelder vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie an der Charité in Berlin sagte der Bild-Zeitung über das Medikament Demerol: “Diese Substanz wird bei starken Schmerzen eingesetzt, wenn Standardmittel wie Aspirin oder Paracetamol nicht mehr helfen. Es wird auch regelmäßig bei Operationen oder in der Chirurgie genutzt. Demerol gilt aber nicht als eines der stärksten Schmerzmittel.“ In seiner Wirkung sei Demerol mit Morphin vergleichbar – jedoch fünfmal schwächer. Dadurch werde man nicht so leicht abhängig. “Es können verschiedene Nebenwirkungen auftreten. Vor allem bei Überdosierungen kommt es häufig zu einem Abflachen der Atemfrequenz bis hin zum Atemstillstand. Auch Störungen der Niere und ein Abfallen des Blutdrucks sind möglich,“ sagte der Arzt dem Blatt.

Die Polizei soll Insiderberichten zufolge haufenweise verschreibungspflichtige Medikamente aus Jacksons Villa beschlagnahmt haben.  Brian Oxman, der ehemalige Anwalt des Jackson-Clans, behauptet, die Beamten hätten nach Jacksons Tod am Donnerstag, 25. Juni, das Haus des Stars in Beverly Hills durchkämmt und mehrere Gegenstände daraus entfernt.

Oxman sagte gegenüber dem Magazin ‘Life and Style’: “Die Polizei hat taschenweise Material aus seinem Haus geholt. Sie haben nach Medikamentenfläschchen und Spritze gesucht. Ich weiß nicht, ob sie Spritzen gefunden haben, aber es waren viele Medikamentenfläschchen.” Jenen Medikamenten gibt Oxman die Schuld am Tod des 50-jährigen Pop-Superstars: Der Anwalt ist der Meinung, dass Jackson unter dem Druck seiner bevorstehenden ‘This Is It’-Tour litt und sich mit einem Medikamenten-Cocktail fit schlucken wollte. Um der Polizei so weit wie möglich behilflich zu sein, ist Oxman bereit, sein Insider-Wissen preis zu geben. Angeblich soll Jackson mehrere Pillen geschluckt haben. “Ich habe ihn wegen der Arzneimittel gewarnt, aber ich bereue, ihn nicht genug gewarnt zu haben”, sagt Oxman der Presse und unterstreicht seine gefährliche Alleswisser-Rolle: “Ich werde den toxikologischen Befund abwarten, und sollte sein Tod etwas mit Medikamenten zu tun haben, bin ich bereit die Namen der Ärzte zu nennen, die sie ihm verschrieben haben.”

Im Haus des verstorbenen Stars in den Holmby Hills (siehe Fotos) gab es unterdessen ein Treffen von Polizeibeamten mit Mitglieder von Jacksons Familie, darunter die Eltern Katherine und Joe Jackson, Jermaine Jackson und weitere Brüder. Die Familie wollte mehr wissen “über die Umstände von Michaels Tod”. Die fünf Beamten wollten mehr wissen über die Lebensgewohnheiten des Popstars, um Erkenntnisse darüber zu bekommen, was Jackson getötet haben könnte.

Gerüchten zufolge soll die Familie des King of Pop sich schon lange um dessen Medikamenteneinnahme gesorgt haben. 2006 soll es sogar zu einem Konfliktgespräch gekommen sein, bei dem die Geschwister des Musikers ihn zur Rede gestellt haben.  Ein Insider verriet dem Magazin ‘People’: “Die Familie glaubt, dass Michael abhängig ist. Es gab ein Krisenmeeting in Las Vegas: Janet war am Telefon, aber Randy, Jackie und Rebbie waren persönlich da.”
Leider zeigte der Vermittlungsversuch nicht die gewünschte Wirkung. “Michael wurde sauer”, weiß der Insider und verdeutlicht: “Er meinte, er sei nicht auf Drogen. Aber sie glaubten ihm nicht.”
Etwa zu dieser Zeit meldete sich ein enger Vertrauter des Stars zu Wort und enthüllte, dass Jackson die Medikamente von einer Hilfskraft bekommen würde. “Diese Hilfskraft hat überall Kontakte”, sagte der Alleswisser und verriet, was Jackson täglich in seinen Körper pumpt: “Michael nimmt Morphin, Demerol und Opiate wie Oxycontin. Außerdem nimmt er Valium und Xanax.”

Unterdessen wurde bekannt, das Jacksons Hausarzt, der 20 Stunden nach dem Tod von der Bildfläche verschwand und bei dem Popstar wohnte, vor elf Tagen seinen Dienst für einige Zeit quittieren wollte. Dr. Conrad Murray teilte daraufhin auf einem Brierfkopf seiner Praxis in Las Vegas seinen Patienten mit, dass er für einige Zeit nicht zur Verfügung stehe. In dem Schreiben heiußt es: “Meine Anwesenheit ist nicht dauerhaft”. Murray stand für Jacksons Londoner Konzerte auf der Gehaltliste des Konzertveranstalkters AEG Live.

Foto: wenn.com