Sonntag, 28. Juni 2009, 13:20 Uhr

Michael Jackson: Das Kindermädchen packt aus

Grace Rwaramba (42), die Ex-Nanny für die drei Kinder von Michael Jackson, zeichnete jetzt ein erschreckendes Bild über den Medikamentenmißbrauch des Sängers. Der Londoner ‘Times’ berichtete sie, dass sie dem Popstar schon routinemäßig den Magen ausgepumpt habe, wenn der mal wieder eine gefährliche Kombination aus Medikamenten zu sich genommen hatte: „Er mischte immer so viel zusammen. Eine Zeit lang war es so schlimm, dass ich ihm nicht mehr erlaubt habe, seine Kinder zu sehen.“ Einmal habe sie verzweifelt Jacksons Mutter Katherine angerufen und um Unterstützung gebeten. Der Sänger habe sie deswegen des Verrats bezichtigt und gekündigt. Jackson soll sie dann später aber wieder zurückgeholt haben.

Rwaramba sprach auch über die katastrophale finanzielle Lage von Jackson: „Michael hatte keine Ahnung von Geld“, sagt sie. Als er ein Angebot über eine Million Dollar für ein Konzert in Japan bekommen habe, seien für Jackson nur 200.000 Dollar übrig blieben. Den übergroßen Rest haben sich andere geschnappt. Das ging sogar soweit, dass sie bei einem Besuch im April aus eigener Tasche Luftballons für die Geburtstagsparty von Jacksons Tochter Paris kaufen musste, weil der Multimillionär absolut blank gewesen sein soll. Ein anderes Mal habe Jackson in Florenz für eine Million Dollar Antiquitäten gekauft. Dazu sagte Rwramba: “Wir haben nicht einmal ein Haus zu leben. Aber wir hatten Antiquitäten in den Lagern”. Unmittelbar nach dem Tod sei sie häufig kontaktiert worden, weilte zu dem Zeitpunkt in London. Jacksons Mutter Katherine glaubte nämlich felsenfest, dass ihr verstorbener Sohn größere Mengen Geld versteckt hielt und fragte Rwaramba bereits am Freitag, einen Tag nach dem Tod ihres Sohnes, wo da Geld sei: “Grace, die Kinder weinen. Sie fragen nach Ihnen. Sie können nicht glauben, dass ihr Vater gestorben ist. Grace, sie wissen sicher, das Michael Geld im Haus hat. Ich bin hier. Wo kann es sein?” Die Nanny fügte hinzu: “Ich habe gesagt, sie sollten in den Mülltüten und unter dem Teppich suchen. Ich konnte es nicht glauben. Sie hatten Michael erst wenige Stunden zuvor verloren und schon rief einer an und wollte wissen, wo das Geld ist.“ Dann habe sie die 79-jährige aufgefordert, nach Los Angeles zu kommen: “Grace, kommen Sie! ich hole Sie vom Flughafen ab.” Auch ein Verwandter Jacksons – dessen Namen das Kindermädchen nicht nannte – habe sie in London angerufen und gefragt, wo das Geld sei. Rwaramba hat sich gestern auf den Weg nach LA gemacht.

 

Im Interview mit Promi-Journalistin Daphne Barak beschreibt das Kindermädchen aber auch die Zustände im Hause Jackson: “Diese armen Babys. Ich habe Anrufe bekommen, dass sie vernachlässigt wurden. Keiner räumte auf, weil Michael den Haushälter nicht bezahlt hatte. Ich erfuhr, dass Michael in einem schlimmen Zustand sei. Er war nicht sauber, nicht rasiert, wollte nichts essen. Ich hatte das sonst für ihn getan, und sie wollten mich zurück.”
Rwaramba enthüllt außerdem, sie habe die Masken, die die Kinder in der Öffentlichkeit tragen mussten, gehasst und sie mit Absicht immer wieder verschwinden lassen.  “Ich mochte die Dinger nicht”, sagt die Supernanny und verdeutlicht: “Das war nicht meine Idee. Ich hasste sie sogar. Wann immer sich die Gelegenheit ergab, schmiss ich sie weg oder ‘vergaß’ sie. Michael wurde so wütend deswegen.” Eine Sache wiegt scheinbar aber mehr, als alle Masken dieser Welt. Rwaramba enthüllt geschockt: “Die Kinder haben nicht einmal einen Lehrer. Sie dürfen nicht mit anderen Kindern spielen und haben niemanden, der ihnen dabei hilft, die Welt zu verstehen.”