Sonntag, 28. Juni 2009, 18:52 Uhr

Wird Neverland zur letzten Ruhestätte von Michael Jackson?

Michael Jackson wollte auf seiner Neverland-Ranch begraben werden, jenem Phantasia-Land, dass ihn fast zerstört hat. Die Pop-Ikone hatte die Hoffnung, dass der private Vergnügungspark zur Gedenkstätte für seine Fans werden könnte. Gestern Abend habe der Jackson-Clan im Hause der Eltern auch darüber beraten. Ein Freund sagte dazu: “Michael wollte Neverland als seine letzten Ruhestätte, war aber nicht sicher, ob die Behörden die Erlaubnis dafür erteilen würden. Es würde den Fans die Möglichkeit geben sich auf einen Ort zu fokussieren. Neverland würde zu einem Pilgerort werden. Es würde auch seinen Erben ein Vermächtnis hinterlassen, dass Milliarden wert ist.” Neverland  in Los Olivos könnte sich mit einem Schlag zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Welt entwickeln, größer noch als Graceland von Elvis Presley. Mit Jackson Grab als zentrale Attraktion.

Nach Medienberichten kam der Vorschlag von Dr. Tohme Tohme, Jacksons letztem Sprecher und zeitweiligem Manager. Der arbeitet auch für die Colony Capital LLC. Die Neverland Ranch wurde gerade wieder von genau dieser Finanzgesellschaft Colony Capital in Schuss gebracht und sollte dann eigentlich für 70 Millionen Dollar verkauft werden. Deren Boss, der Milliardär Tom Barrack hatt erst vor einem Jahr mit über 23 Millionen Dollar die Ranch vor der Zwangsversteigerung gerettet. Barrack war es auch, der den Konzertveranstalter Philip Anschutz überredete, Michael Jackson unter Vertrag zu nehmen. Tom Barrack sagte erst im Juni: gegenüber dem ‘Wall Street Journal’: “Der Mann könnte 500 Millionen Dollar im Jahr verdienen, wenn er sich nur zusammenreißen würde”. Barracks Plan: eine lukrative Welttournee, ein neues Album, Filme und ein Museum à la Graceland von Elvis Presley.

Nach dem Prozeß um Kindesmissbrauch war der zweifelsfrei erfolgreichste Künstler aller Zeiten (Guiness Buch der Rekorde) gezwungen, die 11 Quadratkilometer große Neverland-Ranch 2005 zu verkaufen. Das wurde von seinem Management immer wieder bestritten. Die Ranch ist an eine Grundstücksfirma übertrtagen worden, an der auch Jackson mit Krediten beteiligt war, die er von seinem Konzertveranstalter vorgeschossen bekam. Das wollte er mit den Comeback-Konzerten zurückzahlen.
Michael Jackson soll bei seinem Tod Schulden in Höhe von 500 Millionen  Dollar hinterlassen haben.

“Es gab keinen Plan darüber, wie viel er ausgeben sollte”, hatte Alvin Malnik, Rechtsanwalt und früherer Finanzberater Jacksons, schon 2006 der “New York Times” gesagt. “Millionen von Dollar wurden verwendet für das Chartern von Flugzeugen, dem Ankauf von Antiquitäten und Bildern.”

Eine Quelle aus dem Umfeld der Familie sagte, dass die Hinterbliebenen noch immer hin-und hergerissen sind zwischen einem privaten Begräbnis oder einer für die Öffentlichkeit zugänglichen großen Zeremonie. Die Angehörigen trafen sich gestern Abend im Haus („Hayvenhurst“) der Eltern in Escino, einem Vorort von Los Angeles. Dort lebte Jackson bis 1988.

Fotos: wenn.com (2)