Michael Jackson hat seinen Vater Joe nicht in seinem Testament erwähnt. Die 50-jährige Pop-Ikone hinterließ sein gesamtes Vermögen seiner Mutter Katherine, seinen drei Kindern – Prince Michael (12), Paris (11) und Prince Michael II (7) – und einigen Wohltätigkeitsorganisation – das besagt zumindest eine Testament von 2002.

Die US-amerikanische Business-Zeitung ‘Wall Street Journal’ berichtet, dass diese Version von Jacksons Letztem Willen die jüngste sei, die der Star – der seinen Vater beschuldigte ihn im Kindesalter misshandelt zu haben – aufgelegt hat.
Das Dokument könnte schon morgen, 1. Juli, von Jacksons Anwalt John Branca beim Kammergericht in Los Angeles eingereicht werden.
In einem offiziellen Gesuch beantragen Jacksons Eltern die Erbpflege und bestehen darauf, dass ihr Sohn ohne Testament verstarb. Ihr Anwalt L. Londell McMillan erklärt, dass keiner der beiden das Dokument von 2002 je zu Gesicht bekommen hat.
In einer E-Mail schrieb er: “Der Familie oder uns wurde kein Testament vorgelegt. Wir werden jedes Testament begutachten, sobald wir es zu sehen bekommen.”
Das Testament von 2002 ernennt Branca und den Musikförderer John McClain, mit dem Michael befreundet war, als Vollstrecker.
Es wird angenommen, dass der Sänger einen Schuldenberg in Höhe von 500 Millionen Dollar (350 Millionen Euro) hinterlassen hat, der Wert seiner Vermögensgüter soll sich allerdings auf 700 Millionen Dollar (500 Millionen Euro) belaufen – unter anderem gehört ihm die Hälfte des Musikverlags Sony/ATV Music Publishing und der Verlag Mijac. Derzeit hat Sony die Kontrolle über seine Originalalben, die Jackson Berichten zufolge allerdings in fünf Jahren zurückerhalten sollte.
Seine Mutter Katherine Jackson hat derweil das vorläufige Sorgerecht über seine drei Kinder bekommen, gleichzeitig wurde ihr jedoch nicht die Vormundschaft über das Vermögen des Nachwuchses übertragen.

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