Michael Jackson: Dermatologe im Visier der Ermittler

Donnerstag, 16. Juli 2009, 16:13 Uhr

Michael Jacksons Hautarzt Arnold Klein wird verhört, weil er dem jüngst verstorbenen Popsänger rund 80.000 Euro für verschreibungspflichtige Medikamente und einige nicht spezifizierte Dienstleistungen in Rechnung stellte. Klein, der seit 20 Jahren für Jackson arbeitete, ist bereits zum Ziel der Ermittlungen der zuständigen Rechtsmediziner in Los Angeles geworden, da er dem Sänger vor seinem Tod am 25. Juni Medikamente hatte zukommen lassen.

Dr Arnold Klein, Michael Jacksons doctor, in Beverly Hills, CA

In Rechtsdokumenten, die Klein aufgegeben hatte, verlangte er für den Zeitraum vom Herbst 2005 bis zum Februar 2007 rund 69.000 Euro für unbezahlte Rechnungen von Jackson, unter anderem „verschiedene Gebühren“ in Höhe von 46.000 Euro  am 3. Oktober, 2005, und weitere 11.500 Euro am 4. Juli, 2004. Am selben Tag rechnete Klein Jackson, den er unter dem Namen Ferdinand Diaz behandelte, nochmal rund 8.800 Euro für einen Hausbesuch an.

Klein und Jackson sollen nahe miteinander in Verbindung gestanden haben. Kleins Assistentin Debbie Rowe wurde Michael Jacksons zweite Frau und die Mutter seiner beiden ältesten Kinder Prince Michael (12) und Paris (11). Gerüchten zufolge soll Klein sogar der Samenspender und somit der leibliche Vater der Sprösslinge sein.

Angeblich war Jackson des öfteren nicht imstande seine Rechnungen bei dem Arzt zu begleichen, weshalb dieser schließlich rechtliche Schritte einleitete. Klein nahm den King of Pop trotz allem weiterhin in Behandlung und Jacko konnte letztendlich die ausstehenden Rechnungen bezahlen.

Am Dienstag, 14. Juli, forderte die Gerichtsmedizin von Los Angeles die Krankenakte des Stars von Kleins Klinik an, deren Zustellung er bereits zuvor versprochen hatte.

Kleins Anwalt bestätigt, dass sein Mandant „vollkommen“ bei den Untersuchungen zu seinen Behandlungen Jacksons kooperiert.

Die US-amerikanischen Behörden ziehen derweil in Betracht Propofol – eines der Medikamente, die Jackson vor seinem Tod verabreicht bekam – zu einem regulierten Betäubungsmittel zu machen. Die dortige Drogenbekämpfungsbehörde (US Drug Enforcement Administration) beantragte bereits vor zwei Jahren, das Anästhetikum unter den Controlled Substance Act stellen zu lassen, der die Verbreitung des Medikaments erschweren würde. Normalerweise wird Propofol Krankenhauspatienten zur Anästhesie vor  operativen Eingriffen durch eine Infusion verabreicht. (BangMedia)

Kommentare

Twitter Users
Enter your personal information in the form or sign in with your Twitter account by clicking the button below.

Oder gib Deine Daten hier ein:

Hinweis: Kommentare mit beleidigendem und unsachlichem Inhalt wandern ohne Verzug in hohem Bogen insbesondere dann in den Papierkorb, wenn sie anonym verfasst sind.

Twitter Users
Enter your personal information in the form or sign in with your Twitter account by clicking the button below.

Sei der Erste!

klatsch-tratsch.de Copyright © 2002 - 2012 • Powered by SEVALmediaLinksKontaktImpressum
Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS)