‘La Boum’ war gestern – ‘LOL’ ist heute

Samstag, 18. Juli 2009, 13:15 Uhr

‘La Boum – Die Fete’ ist lange her – Sophie Marceau, damals etwa so alt wie heute Lol, steht jetzt aber auf der anderen Seite der Mutter-Tochter-Beziehung – mit ebenso aufregendem Liebes- und Familienleben. Lol erlebt das Chaos dagegen zum ersten Mal: Liebe, wilde Partys, Lug, Betrug und Eifersucht. Chat und SMS machen den Austausch darüber zwar schneller, die Probleme aber nicht einfacher. Die romantische Teenie-Komödie mit Sophie Marceau und ebenbürtigen Jungstars sorgt bei beiden Generationen für „laughing out loud“.

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Und darum gehts: Lola (Christa Theret) – von ihrer Clique kurz nur Lol genannt – hat sich sehr auf den ersten Schultag und das Wiedersehen mit Arthur gefreut. Doch die gute Laune hält nicht lange vor: Arthur hat sie offenbar in den Sommerferien betrogen, ein aufreizendes Blondchen mischt ihre Clique auf und die neuen Gefühle für Arthurs besten Freund bringen sie zusätzlich durcheinander. Lols Mutter Anne (Sophie Marceau) macht alles noch schlimmer: Wer nicht einmal weiß, was „lol“ bedeutet, sich mit dem eigenen Ex zu heimlichen Rendezvous verabredet und obendrein in der Schule von einem Polizisten anmachen lässt, den die Mitschülerinnen alle supercool finden, ist nicht nur unmöglich, sondern total daneben. Anne wiederum fragt sich, was bloß mit ihrer süßen kleinen Tochter passiert ist und warum sie nicht mehr mit ihr reden kann. Wo eben noch schönste Vertrautheit war, herrscht jetzt das reine Chaos.

Kinostart ist am 27.  August 2009.

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Als 1980 „La Boum – Die Fete“ ins Kino kam, wurde die dreizehnjährige Sophie Marceau zum Star. Fast dreißig Jahre später spielt sie nun selbst eine Mutter, die versucht, mit ihrer halbwüchsigen Tochter Schritt zu halten. Und auch wenn „LOL“ zwar keine Fortsetzung von „La Boum“ ist, kann man aus den Unterschieden in der Beziehung zwischen Mutter und Tochter und vor allem in der Art der Kommunikation einige Schlüsse ziehen, wie sehr sich die Zeiten geändert haben. Ein augenfälliger Unterschied zwischen beiden Filmen ist, dass in „La Boum“ die Hauptdarstellerin stundenlang das Festnetz-Telefon blockiert, weil sie mit ihrer Freundin den Partybesuch planen muss, und sich Vater und Mutter wahnsinnig aufregen, weil sie nicht erreichbar waren. Dieses Problem stellt sich in „LOL“ offensichtlich nicht mehr. Es gibt mehrere Szenen, in denen sowohlLola als auch ihre Mutter telefonieren, ein Handy in der Hand haben, vor einem Laptop sitzen… also ständig kommunizieren – ganz egal ob alleine oder gemeinsam, ob nur eine oder alle gleichzeitig.
Jetzt geht es nicht mehr darum, wer das einzige Telefon benutzen darf – sondern es wird eher darüber gestritten, dass Handys und Laptops eine zu große Rolle spielen.

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Die nach 1990 geborenen Jungen und Mädchen – um die es in LOL geht – sind die erste Generation, die mit Internet, Handy und MP3-Player aufwächst. Das heißt natürlich auch: zwischenmenschliche Beziehungen werden anders gepflegt und kommuniziert. Bereits Schüler der fünften Klasse haben Handys.
Die Jugendlichen sehen sich in der Schule, telefonieren auf dem Weg nach Hause miteinander und reden
dann auf MSN oder anderen Chat-Programmen weiter. Und mit wem man nicht ohnehin ständig in Kontakt ist, den findet man auf Facebook, StudiVZ, SchülerVZ. Aber egal wo, die Jugendlichen haben ihre eigene Sprache – mit Ausdrücken wie LOL, ROFL, XD oder LMAO.

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LOL = Laughing Out Loud: wird für jede Art und Weise des Lachens benutzt, ob nur kurz und nebensächlich („lol“) oder laut und lang („LOOOOL“) und hat auch schnell einen Platz im täglichen Sprachgebrauch ergattert („Ich bin vorhin voll hingefallen“ – „Looool das ist ja typisch“)
ROFL = Rolling on the Floor Laughing: ist quasi eine Steigerung von „Lol“, hört sich aber ausgesprochen merkwürdig an und wird deswegen weniger benutzt.
LMAO = Laughing My Ass Off: wird größtenteils in den USA benutzt XD = Smiley, der soviel heißt wie „Ich lach’ mich tot“: wenn man seinen Kopf nach links beugt, erkennt man ein lachendes Comic-Gesicht. Das X stellt zusammengekniffene Augen dar, das D den lachenden Mund. Wird ebenfalls als Ausdruck des Lachens benutzt und muss im Kopf nicht automatisch laut ausgesprochen werden wie „Lol“. Auch variierbar als =D, was aber eher „große Freude“ als „kaputtlachen“ ausdrückt.
OMG = Oh My God: heißt „Oh Mein Gott“ oder „Meine Güte“ und drückt Entsetzen aus. Wird manchmal sogar auch imtäglichen Sprachgebrauch benutzt.
WTF = What The Fuck: heißt „Was Zum Teufel“, soviel wie „Wie Bitte!?“ und drückt ebenfalls Entsetzen oder Entrüstung aus. Oft werden auch die Zeichen von Chat-Programmen benutzt. Dort gibt es bestimmte Tastenkombinationen, die ein Zeichen ergeben. Das heißt, man tippt es in die Textleiste als Text ein, und in dem eigentlichen Dialogfenster erscheint dann ein Bild. Diese Zeichen werden mittlerweile auch gerne auf Facebook und SchuelerVZ benutzt, selbst wenn dort kein Bild erscheint.
(K) = Kiss (Kussmund)
(L) = Love (Herz)
(F) = Flower (Rose)
(A) = Angel (Smiley mit Heiligenschein über dem Kopf)
Des Weiteren gibt es seit kurzem bei Facebook eine Tastenkombination, die ein Herz ergibt. Mittlerweile wird diese auch überall benutzt. <3 = Herz (wenn man seinen Kopf nach rechts neigt, kann man es erkennen)

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Fotos: Vollkontakt

Kommentare

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Ein Kommentar zu “‘La Boum’ war gestern – ‘LOL’ ist heute”

  1. morecomp sagt:

    Eigentlich das Gleiche wie LaBoum aber nur etwas freizügiger. Na wir sind halt nun 2000 und nicht mehr 1980 und irgendwo dazwischen haben wir unsere Unschuld verloren. Ob das schließlich so gut ist, werden wir dann noch sehen, von den Filmen abgesehen.

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