Musik: Adele dominiert überraschungsarme Grammy-Verleihung
Am Sonntagabend nordamerikanischer Zeit wurden in Los Angeles die begehrten Grammy-Awards verliehen. Die mehrstündige Musik-Gala stand wie zu erwarten...
Freitag, 24. Juli 2009, 12:39 Uhr
Obwohl er selber heterosexuell ist, kann Daniel Radcliffe Menschen nicht leiden, die gegen Schwule und Lesben sind. Der Star aus ‘Harry Potter’ datet derzeit die angehende Schauspielerin Laura O’Toole und macht sich gleichzeitig Gedanken um die Menschen um sich herum. So findet es der Schauspieler regelrecht widerwärtig, andere aufgrund ihrer Sexualität zu verurteilen. In einem Interview mit dem britischen Schwulrnmagazin ‘Attitude’ stellt er klar: “Ich verabscheue Homophobie. Es ist widerlich und animalisch und blöd und das sind einfach dumme Menschen, die nie über ihren Tellerrand blicken und Angst haben.”
Toleranz wurde Radcliffe schon in frühester Kindheit beigebracht. Er erinnert sich: “Ich wuchs mit homosexuellen Menschen auf. Ich war aber das einzige Kind in meiner Klasse, das Erfahrungen mit Homosexualität oder ähnlichem hatte. Ich hasse jegliche Vorurteile.”

Erst vor kurzem kam ans Licht, dass Radcliffe mit einer Drag-Queen befreundet ist. Außerdem trifft er sich gerne mit Our Lady J, einem Transvestiten, der als Dolly-Parton-Imitator arbeitet. “Daniel ist fasziniert von der Drag-Kultur und stellt ständig Fragen”, verrät ein Bekannter von Our Lady J und ergänzt: “Er war bei ein paar Shows und wurde herzlich aufgenommen. Er ist ein liebenswerter Junge und Our Lady J ist Feuer und Flamme. Sie gehen zusammen auf Partys und Essen – sie stehen sich nahe.”
Die beiden lernten sich kennen, als Radcliffe letzten Februar mit dem Bühnenstück ‘Equus’ in New York zu sehen war.
Der 20-Jährige scheint sich dieser Tage viel mit ernsten Themen zu beschäftigen und nutzt seine Bekanntheit gleich, um Wahlkampf für die Liberalen Demokraten in England zu machen. “Bei der nächsten Wahl werde ich nahezu sicher die Demokratischen Liberalen wählen”, sagt er dem Magazin ‘Attitude’ und erklärt, dass er mit der aktuellen Politik der Labour-Partei in England nicht zufrieden ist: “Ich mag das New-Labour-Ding nicht. Ich habe niemals den Optimismus der New Labour mitbekommen, ich war zu jung dafür. Aber mir wurde erzählt, dass jeder dabei war und es fantastisch gewesen sein muss. Ich habe nur die miesen Jahre davon gesehen.” Im politischen Feld fehlt dem Jungstar vor allem eins: klare Meinungen. “Ich denke, der Grund, warum so viele Menschen nicht wählen, ist, weil die Politiker so zentral sind, dass es egal zu sein scheint, wen du wählst”, beschreibt Radcliffe.

Foto: queerupnorth


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