John Travolta ein gebrochener Mann?

Sonntag, 6. September 2009, 10:57 Uhr

Seit dem Tod seines 16-jährigen Sohnes Jett im Januar 2009 hat man John Travolta nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Der 55-jährige Hollywoodstar verlässt das Haus nur noch selten, es sei denn wenn er nicht schlafen kann. Er drehe dann einsame Runden mit dem Golfcaddie über sein Anwesen in Jumbolair/ Florida, berichten Nachbarn.

BOLT, WORLD PREMIERE

„Für einen Moment ist er okay, im nächsten bricht er in Tränen aus“, sagt Schauspielkollege Denzel Washington. Freunde erzählen, dass die einstige Frohnatur tagelang im Bett bleibt, mit alten Filmen die Zeit totschlägt und seinen Kummer mit Burgern und Pommes runterschluckt. „Er ist dick geworden, hat Ringe unter den Augen und starrt meist zu Boden“, erzählt einer von ihnen. „Er ist nur noch verbittert und kann nicht verstehen, warum ihm Jett genommen wurde.“

Das belastet zunehmend auch die Ehe mit der 46-jährigen Schauspielerin Kelly Preston. Während er sich die Öffentlichkeit meidet, findet die Scientologin allmählich ins Leben zurück und dreht wieder Filme. Zulketzt mit Miley Cyrus ‘The Last Song’. „Kelly und John hatten mal ein sehr inniges Verhältnis. Jetzt scheinen sie einander fremd zu sein und leben sich immer weiter auseinander“, sagte ein Bekannter der Familie. „Kelly teilt ihren Schmerz über den Verlust des Sohnes zum Beispiel mit Freunden – nicht mit ihrem Ehemann.“

 

Kelly sucht nach wie vor Trost bei Scientology, John kann es nicht überwinden, dass Scientology seinem Sohn nicht helfen konnte. Er glaub mittlerweile, dass die von Scientology zur Heilung des Kindes empfohlenen Therapien – Vitaminpillen und Kräuterkuren – mitschuldig an seinem Ableben gewesen sein könnten. Angeblich erwägt Travolta gar, Scientology nach 34 Jahren sogar zu verlassen. Gerüchteweise sollen die Chef-Scientologen bereits für diesen Fall mit einer publizistischen Schlammschlacht gedroht haben. Geplant seien etwa peinliche Enthüllungen über angebliche homosexuelle Beziehungen in Travoltas Vergangenheit. „Es gibt keine Veränderung in der Beziehung zwischen der ,Church of Scientology’ und John“, teilte Paul Block, der Sprecher des Hollywoodstars, mit. „Er (Travolta) ist Mitglied, und so wird es nun und für immer bleiben.“

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