Wie geht’s den Familien, wenn die “Super Nanny” wieder weg ist?

Montag, 12. Oktober 2009, 18:40 Uhr

Rund ein Jahr, nachdem Diplom-Pädagogin Katia Saalfrank Station bei zwei Familien gemacht hat, möchte sie am Mittwoch, 14.10., 20.15 Uhr, erfahren, wie es den Familien in den vergangenen Monaten ergangen ist. Konnten die Eltern die Tippsund Anregungen von Katia Saalfrank im Alltag anwenden oder hat sich schnell der alte Trott wieder eingestellt?

Die Super Nanny

Im September 2008 besuchte Katia Saalfrank die Familie S. aus Meißenheim am Oberrhein. Die vierköpfige Familie hatte große Probleme. Die beiden Töchter funktionierten in den Augen der Mutter Romy nicht. Der Vater zog sich größtenteils aus dem Geschehen heraus, trank viel Alkohol und bot seiner Frau nur wenig Unterstützung, so dass sich die Mutter überfordert fühlte. Katia Saalfrank wurde schnell die Problematik deutlich, dass die beiden Kinder zu Hause nur wenig Liebe und häufig Geringschätzung erfuhren. Im Gespräch mit den Eltern kommen Jörgs Alkoholproblem, aber auch die Probleme von Romy zur Sprache. Katia bringt Jörg dazu, eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen und macht den Eltern klar, dass die Kinder wichtige Bedürfnisse haben, so dass sie sich liebevoller und bewusster um ihre Töchter kümmern. Im Juli 2009 besucht Katia die Familie noch einmal. Jörg hat Fortschritte im Kampf gegen sein Alkoholproblem gemacht, und die Eltern machten einen großen Schritt auf ihre Kinder zu. Doch die Diplompädagogin erlebt auch bei ihrem zweiten Besuch, dass Romy seelische Probleme hat, die immer wieder zu schwerwiegenden Konfliktsituationen führen. Die Ehe steckt in der Krise und erneut bittet das Paar Katia um Hilfe, die vorschlägt, gemeinsam einen Paartherapeuten aufzusuchen…

Die Super Nanny

Auch bei Familie H. aus Leer schaut Katia Saalfrank noch einmal vorbei. Im Februar 2008 war sie das erste Mal bei der alleinerziehenden Mutter Roswitha und ihren vier Kindern. Die Atmosphäre war damals von Gewalt und Sprachlosigkeit geprägt. Katia versuchte mit zwei Antigewaltcoaches herauszufinden, woher die Aggressionen in der Familie kommen und welche Alternativen es in Zukunft für die Gewaltausbrüche geben kann. Eineinhalb Jahre später hat sich an der Lebenssituation der Familie viel geändert, drei Kinder sind ausgezogen und Tochter Jenni ist mittlerweile selbst Mutter einer Tochter. Das Verhältnis unter den vier Geschwistern hat sich vor allem durch die räumliche Trennung verbessert. Gewalt ist kein Thema mehr. Die Familie trifft sich zu gemeinsamen Aktivitäten und spricht in Ruhe miteinander.

Fotos: RTL/Thomas Niedermöller

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