Tina Turner: Kurz vorm 70. erscheint eine nigelnagelneue Biografie

Montag, 19. Oktober 2009, 15:33 Uhr

VERLOSUNG! Kaum jemand kann auf eine derartig lange Karriere zurückblicken, und niemand strahlt im Alter von 70 Jahren (!) solch eine Energie aus: Tina Turner ist bis heute ein Sex-Symbol. Und sie singt immer noch kraftvollwie eh und je und zeigt selbstbewusst ihre legendären Beine. Seit mehr als 50 Jahren steht sie auf der Bühne und feiert nun am 26. November 2009 ihren 70. Geburtstag.
Wir verlosen drei Exemplare des oppulenten Werkes. Interessenten senden uns bis zum 25. Oktober 2009 unter dem Stichwort ‘Tina Turner’ eine Mail an info@klatsch.tratsch.de. Die Auslosung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Die Gewinner werden benachrichtigt.

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Geboren wurde Tina Turner mit dem bürgerlichen Namen Anna Mae Bullock 1939 in Tennessee. Bis heute hat Tina Turner mehr als 170 Millionen Alben verkauft und als Solo-Künstlerin mehr als 500 Konzerte in 25 Ländern gegeben. Tina Turner ist Mutter von zwei Söhnen und lebt heute mit ihrem deutschen Lebensgefährten Erwin Bach bei Zürich und in Südfrankreich. Promi-Autor Mark Bego hat Tina Turner häufig getroffen und interviewt. Das bewegte Leben dieses einzigartigen Rockstars hat er in einem spannenden Buch zusammengefasst, das von der ersten bis zur letzten Zeile zu fesseln weiß. Die Biografie beginnt mit ihren Anfängen in Nutbush/Tennessee, schildert die schwere Zeit an der Seite des gewalttätigen Ike, die Geburt ihrer Kinder sowie ihr späteres glamouröses Leben in Europa und reicht bis zum 70. Geburtstag der bekennenden Buddhistin.

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Mit freundlicher Genehmigung des Hannibal-Verlages hier ein gekürzter Auszug:

Abend fu?r Abend wirbelte sie u?ber die Bu?hne und zeigte Tanzeinlagen mit schnellen Schrittkombinationen, bei denen ihrem Publikum allein vom Zuschauen schon schwindlig wurde. Tina strotzte nur so vor Energie, so dass man sie fu?r den Inbegriff der absolut befreiten Frau halten mochte, die ihr aufregendes Leben als Star in vollen Zu?gen genoss.

Doch die Wirklichkeit sah ganz anders aus. Keines dieser Bilder entsprach der Realita?t. Tina dru?ckte es so aus: „Tina Turner – jene Frau, die auf die Bu?hne ging, war jemand anderes. Ich selbst war nur ihr Schatten.“ 1976 war die echte Tina bereits in einer Ehe gefangen, die ihr Leben zur Ho?lle werden ließ. Das, was sie auf der Bu?hne als ihr Leben ausgab, war nichts als Show und das Leben hinter den Kulissen zur reinen Folter geworden.
Und die Drogen und die Partys? Nun, das war Ikes Leben. Tina nahm nie irgendeine Art von Drogen und wollte auch nichts damit  zu tun haben.

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Was ihre Ehe anging, so bestand diese nur auf dem Papier. Ike war ihr nie treu. Mehr als einmal war sie in ihr Wohnzimmer gekommen und hatte dort gesehen, wie eine Frau gerade vor Ike kniete und ihn oral befriedigte.
Ihr glu?ckliches, freudenreiches Leben? Nichts ha?tte der Lebenswirklichkeit, in der sie gefangen war, weniger entsprechen ko?nnen. Nicht genug, dass Ike sie wie seine Dienstbotin behandelte, die immer zur Stelle sein musste, wenn er nach ihr rief. Wenn sie ihn vera?rgerte oder sich beschwerte, verpru?gelte er sie gnadenlos. Mit der Zeit nahm Ikes exzessiver Drogenkonsum immer mehr zu und seine ta?tlichen Angriffe ebenfalls. Niemand – außer ihrem engsten Kreis – wusste, dass Ike Tina in Wahrheit total unter Kontrolle hatte, da sie sich vor ihm fu?rchtete. Was das Kaschieren von „Veilchen“ mit Hilfe von festem Puder-Make-up anging, war Tina zu einer echten Expertin geworden. Oft trat sie mit aufgeplatzten Lippen, blauen Flecken oder gar mit gebrochenen Knochen vor jubelnden Zuschauermengen auf. Sie fu?hlte sich einsam und wie gefangen. Selbst ihr verzweifelter Selbstmordversuch misslang.

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Doch dann machte sie eine Freundin mit etwas vertraut, das ihr zu innerer Sta?rke verhalf und sie dazu ermutigte, fu?r sich selbst einzustehen: dem Buddhismus. Tina wusste jetzt, welche Spiritualita?t und Lebenskraft in ihr steckte. Nun beherrschte sie den buddhistischen Rezitationsgesang, war in der Lage, in ihre eigene Seele hineinzuschauen und brachte so den Mut auf, Ike zu verlassen.
Als sie sich 1976 endlich dazu entschloss, sich von Ike zu trennen, gab es kein Zuru?ck mehr. Es wurde nicht gerade ein einfacher Kampf. Zuerst war es eine ko?rperliche Auseinandersetzung, dann wurde es zu einem Rechtsstreit. Bald merkte sie, dass sie nicht allein war und tatsa?chlich echte Freunde hatte, die ihr halfen. Cher sprach Tina Mut zu, indem sie ihr davon erza?hlte, wie sie durch die Trennung von ihrem damaligen Mann Sonny Bono wieder Herrin u?ber ihr eigenes Leben geworden war. Ann-Margret, die mit ihr zusammen in dem Film Tommy gespielt hatte, half ihr nach ihrer Zeit mit Ike dabei, ihre Karriere als Solo-Star aufzubauen. Und u?ber Olivia Newton-John lernte sie den Manager kennen, der ihr zu ihrem Durchbruch in der Welt der Superstars verhalf und ihr dabei behilflich war, ihren Traum von der eigenen Karriere zu verwirklichen.

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Ihr Weg zuru?ck ins Showgescha?ft erwies sich als beschwerlich, doch sie genoss den anstrengenden Aufstieg und ihre Freiheit. Nachdem sie sich kurz als glitzerndes Las Vegas-Sternchen versucht hatte, bewegte sie sich in die Richtung, die sie so liebte: hin zum Rock & Roll. 1984 brachte sie das Album heraus, das fu?r sie den absoluten Wendepunkt markierte und außerdem den aufsehenerregenden Hit „What’s Love Got To Do With It“ lieferte. Auf der ganzen Welt freuten sich Zuho?rer daru?ber, wie keck und selbstbewusst Tinas Stimme klang. Jeder Song auf ihrem Album Private Dancer schien ihr Image wieder vo?llig neu zu formen. In „I Might Have Been Queen“ preist sie ihre festen U?berzeugungen, was Glauben, Schicksal und Reinkarnation angeht.
„Show Some Respect“ und „Better Be Good To Me“ waren musikalische Zeugnisse ihrer Sta?rke und Entschlossenheit. Und mit ihrer Version von David Bowies „1984“ meldete sie ihre Anspru?che auf eben jenes Jahr an, in dem sie zur allseits anerkannten Diva in der Welt der Rockmusik wurde.  Auf dem Gipfel ihres Comebacks mit „What’s Love Got To Do With It“ blickte sie zwanzig Jahre in die Zukunft und sagte, damals in ihren Vierzigern: „Eine Sechzigja?hrige kann gar nicht so aussehen wie ich.“ (2) Jetzt, da sie ihr siebtes Lebensjahrzehnt vollendet, sieht  sie noch genauso aus wie in ihren Vierzigern. Auf der Bu?hne und privat ist sie immer noch genauso sexy und energiegeladen wie damals in den 1960ern, als sie in TV-Shows wie American Bandstand, Top of the Pops und Shindig ihr Publikum beeindruckte. Im Jahr 2000, als sie sich mit 60 als Headliner auf Welttournee begab, galt dies als die Konzertreihe, die in jenem Jahr den meisten Umsatz erwirtschaftete –  die Einnahmen lagen bei u?ber 80 Millionen Dollar.

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Fotos: Hannibal, EMI/Andrew MacPherson

Mark Bego: Tina Turner – Die Biografie.
Hardcover mit Schutzumschlag
336 Seiten mit zahlreichen Fotos
24,90 Euro
ISBN 978-3-85445-310-9

Kommentare

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Ein Kommentar zu “Tina Turner: Kurz vorm 70. erscheint eine nigelnagelneue Biografie”

  1. thorsten lampe sagt:

    stichwort tina turner
    ich liebe tina turner schon seit 1986 liebe grüße thorsten lampe
    adrese eisenacherstraße 44
    10823 berlin

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