“Die Päpstin” hatte gestern in Berlin Premiere

Dienstag, 20. Oktober 2009, 11:33 Uhr

Schauspielerin Johanna Wokalek (‘Baader-Meinhof Komplex’) musste sich für ihre Hauptrolle in die “Die Päpstin” von ihren bis dato langen Haaren trennen. Gestern zeigte sich die 34-jährige, die festes Ensemblemitglied des Burgtheaters in Wien ist, bei der großen Premiere des Films in Berlin mit schicker Kurzhaarfrisur, statt Mönchs-Tonsur und dreckigen Fingernägeln. Neben Hollywoodstar John Goodman, der Papst Sergius spielt, auf dem roten Teppich auch Hauptdarsteller David Wenham und Regisseur Sönke Wortmann. Der hatte die Regie übernommen, nachdem Constantin FilmVolker Schlöndorff im letzten Jahr nach kritischen Äußerungen gekündigt hatte. Für die Hauptrolle war ursprünglich Franka Potente vorgesehen.

Die anschließende Premierenparty fand in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin statt.

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“Wir wollten das 9. Jahrhundert unbedingt so dreckig erzählen, wie es wirklich war. Es fiel der Kostümabteilung schwer, die neu hergestellten Klamotten gleich wieder zu zerkochen und in den Dreck zu schmeißen. Sie haben es trotzdem getan, und es war gut für den Film. Aber ich habe immer gesagt: Macht das dreckiger! – Das Mittelalter ist dreckig, das kann man ruhig sehen!“ “, sagte Sönke Wortmann.

Über die Dreharbeiten verriet der Regisseur: „Es gab kurzfristig die Überlegung, in Rom selbst zu drehen. Auch Bulgarien hätte sich angeboten, wo es ein großes Rom-Set gibt. Aber als wir für DER BAADER MEINHOF KOMPLEX in Marokko waren, um einige Szenen zu drehen, entdeckten wir Sets, die sich für unsere römischen Szenen anboten.“ In Ouarzazate waren bereits Großproduktionen entstanden wie Ridley Scotts GLADIATOR und KÖNIGREICH DER HIMMEL oder auch ASTERIX: MISSION KLEOPATRA

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„Es gibt dort einfach immens tolle Produktionsbedingungen“, berichtet Produzent Oliver Berben: „Das ist eine ganze Stadt mit umliegendem Gelände, wie es das in Deutschland nun einmal nicht gibt. Und für uns, die wir ein Rom von 840 zeigen wollten, war es einfach ideal: ein Rom, dass wir so nicht von der Zeit Caesar‘s kennen, in dem ziemlich viel verfallen ist.“
Für die restliche Produktion galt: Alles, was in Deutschland gedreht werden konnte, wurde auch in Deutschland gedreht. So diente die Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode als das Fuldaer Benediktinerkloster, in dem Johanna als Mann verkleidet aufgenommen wird; weitere wichtige Drehorte waren die Burg Querfurt westlich von Halle, ebenfalls in Sachsen-Anhalt, sowie der Schmidtheimer Forst in der Eifel, wo das Dorf, in dem Johanna ihre Kindheit verbringt, errichtet wurde.

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Fotos: Constantin-Film

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