Peinlich: Jeder Zweite hat keine Ahnung von Songtexten

Dienstag, 3. November 2009, 16:12 Uhr

Wir alle singen gern mit, wenn wir einen unvergesslichen Hit hören – Michael Jacksons ‘Thriller’, ‘Bohemian Rhapsody’ von Queen und ‘Super Trouper’ von ABBA. Eine neue Umfrage des digitalen Musikanbieters Music Choice ergibt, dass nur 41 Prozent der Befragten sich richtig an die Songtexte der erfolgreichsten Interpreten aller Zeiten erinnern können.

Two young women wearing feather boa, standing on bed, singing into hairbrush

Nahezu 9 von 10 Deutschen (85 Prozent) kannten den kompletten Text von Elton Johns Tribut an die verstorbene Prinzessin Diana, ‘Candle in the Wind’, gegenüber nur mageren 34 Prozent der Briten. Auch die Schweden sollten sich schämen: Unter allen befragten Ländern in Europa waren sie am wenigsten mit den ABBA-Songs vertraut und wurden von Deutschland, Belgien und den Niederlanden auf die hinteren Ränge verwiesen.

Ein weiterer interessanter Befund war, dass die Songtexte der Beatles bekannter sind als die von Elvis und Michael Jackson. Auch konnten nur verblüffende 23 Prozent der Teilnehmer den Anfang des Refrains von Thriller mitsingen.

Frauen konnten sich fast zweimal besser als Männer an Songtexte von Michael Jackson erinnern. Bei den Texten zu den bekanntesten Abba-Songs schlugen sie die Männer im Verhältnis 20:1, wie wohl nicht anders zu erwarten.

Michael Jacksons missverstandener Ausruf ‘Shamaon’ (in Wirklichkeit singt er ‘Come on’) in dem Hit ‘Bad’ von 1987 wurde von 39 Prozent der Männer zum besten falsch verstandenen Songtext aller Zeiten gewählt. Allerdings waren 53 Prozent der Frauen anderer Meinung und entschieden sich für die Strophe ‘It doesn’t make a difference if we’re naked or not’ aus Bon Jovis Livin’ on a Prayer.

„Die Umfrage von Music Choice ergründet die emotionale Bindung der Fans zur Musik“, kommentiert Ellen Lesemann-Andreadis, Marketingmanagerin von Music Choice. „Wir sehen mehr als die kurzfristige Popularität, die ja ohnehin aus Chartpositionen und Verkäufen deutlich wird, und untersuchen statt dessen die tiefere Beziehung der Verbraucher mit der Musik.“

Kevin Spector, Leiter des Bereichs Music & Programming bei Music Choice, fährt fort: „Diese Umfrage ist wichtig, weil sie der Musikindustrie das aussagekräftigste Bild davon vermittelt, was Verbraucher heute bewegt.“

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