So feiern die Bee Gees ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum

Donnerstag, 12. November 2009, 20:08 Uhr

In diesem Jahr ist es fast exakt 50 Jahre her, dass drei Brüder die Bühnen erklommen und zu einer der erfolgreichsten Bands der letzten fünf Dekaden wurden – die BEE GEES. Gleich zweimal wurden Barry, Robin und Maurice Gibb zu musikalischen Ikonen ihrer Zeit: In den Sechzigern schufen sie zeitlose Hits wie Words, New York Mining Desaster 1941, I’ve Gotta get A Message To You und Massachusetts, und in den Siebzigern brachten sie mit Songs wie Saturday Night Fever, Stayin’ Alive und More Than A Woman das weltweite Disco-Fieber ins Rollen – und erreichten in jeder Phase ihres Schaffens internationale Nummer-1-Platzierungen!

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Pünktlich zum sagenhaften Jubiläum erscheint am 13. November die CD/DVD-Box Ultimate Bee Gees: The 50th Anniversary Collection, die auf zwei CDs einen umfassenden Überblick über die größten Hits der BEE GEES bietet. Besonders spektakulär ist dabei die zusätzliche DVD der Deluxe-Edition, die eine ganze Reihe von bisher unveröffentlichten TV- und Live-Auftritten sowie frühen Promo-Clips zugänglich macht. Man begleitet die drei herausragenden Musiker zu Bandstand (1966), Top Of The Pops (1967) und vielen weiteren TV-Events. Insgesamt handelt es sich um 18 Kurzfilme aus den aus den Jahren von 1966 bis 1997, die bisher auf keiner DVD erhältlich waren! Ergänzt wird die einmalige Sammlung von einigen Songs, die die BEE GEES für andere Künstler schrieben und auf den hier präsentierten Aufnahmen selbst performen, sowie von vier Live-Aufnahmen: Islands In The Stream, Heartbreaker, Guilty und dem Klassiker Spicks And Specks.

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The Ultimate Bee Gees: The 50th Anniversary Collection erscheint überdies in einer Deluxe-Ausgabe mit zusätzlicher DVD, die bislang unveröffentlichte Videos, einige TV-Auftritte, Live-Mitschnitte und Promotion-Videos  aus der gesamten Karriere der BEE GEES präsentiert. Dazu gehört ein historischer Mitschnitt der australischen TV-Sendung Bandstand von 1966, ein Top Of The Pops-Mitschnitt von 1967, TV-Mitschnitte aus Whitaker’s World Of Music (1971) und In Session (USA, 1973) sowie 13 Promo-Clips aus den Jahren 1967-1997. Insgesamt handelt es sich um 18 Kurzfilme, die bisher auf keiner DVD erhältlich waren!

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Anfang nächsten Jahres wird das Jubiläumspaket durch eine weitere spektakuläre Sonderausgabe ergänzt: Unter dem Titel „Mythology“ erscheint dann eine 4-CD-Box mit 81 Titeln, bei der jedem der vier Brüder, Barry, Robin, Maurice und auch Andy Gibb, der jenseits der BEE GEEs eine Solokarriere startete, eine CD gewidmet ist. Die Songauswahl für die äußerst luxuriös und umfangreich gestaltete Box trafen Barry, Robin, Maurices Witwe Yvonne (mit ihren Kindern Adam und Samantha) und Andys Tochter Peta.

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Die BEE GEES stammen ursprünglich aus England. Barry Gibb wurde 1946 in Manchester geboren und die Zwillinge Robin und Maurice 1949 auf der Isle of Man. Es war eine musikalische Familie, in die sie hineinwuchsen: Mutter Barbara hatte eine Karriere als Sängerin hinter sich und Vater Hugh lebte von seinen Engagements als Bandleader. Ihren ersten Auftritt absolvierten die Jungs bereits 1955 in einem Kino in Manchester, wo sie zwischen den Filmen kleine Gesangeinlagen präsentierten. 1958 wanderte die Familie nach Brisbane, Australien, aus. Dort legte sich das Trio, für das Barry bereits die meisten Songs schrieb, den Namen BEE GEES (Brothers Gibb) zu. Ihre talentierten Stimmen, die selbst geschriebenen Songs und die Arrangements brachten soviel Erfolg, dass die BEE GEES eine eigene lokale TV-Show in Brisbane bekamen. 1962 kam der erste Plattenvertrag und kurz darauf das erste Album Bee Gees Sing And Play 14 Barry Gibb Songs.

Back in the UK

Die British Beat Explosion war im fernen Brisbane an ihnen vorbeigegangen, als die Brüder sich entschlossen, zurück nach England zu gehen. Dorthin allerdings flog ihnen ihr erster Hit voraus: Spicks And Specks, der sie mitten ins „Swinging London“ von 1967 warf. Robert Sigworth, ein guter Freund von Beatles-Manager Brian Epstein, wurde auf sie aufmerksam und ebnete ihnen den Weg in die britische Popszene. Barry und Robin übernahmen die Leadvocals, Maurice sang die Harmonien und glänzte als Multiinstrumentalist an Bass, Piano, Orgel und Mellotron, während Barry zur Gitarre griff. Ein zweiter Gitarrist und ein Schlagzeuger kamen zur Band, so dass das Line-Up nun vollständig war. Es kamen die Hits: „New York Mining Desaster 1941“ ging Top-20 in UK und USA, darauf folgten „Holiday“, „To Love Somebody“ und der erste UK-No.1-Hit „Massachussetts“, der ihnen endgültig Starstatus verlieh. 1968 kamen weitere Hits, „I Started A Joke“ und „I’ve Gotta Get A Message To You“. Doch die Arbeit am fünften Album „Odessa“ endete im Streit über die erste Single, und Robin verließ das Team.

Ein neuer Anfang

Barry und Maurice machten zunächst allein weiter und nahmen das Album „Cucumber Castle“ auf, während Robin ein Soloalbum mit dem Titel „Robin’s Reign“ veröffentlichte. Aber nach „Cucumber Castle“, eine Art Soundtrack zu einem Fernsehfilm, trennten sich zunächst auch Barrys und Maurices Wege. Nachdem alle drei durchaus achtbare Erfolge auf ihren Solopfaden verzeichnen konnten (Robin hatte z.B. eine UK-No.1 mit „Saved By The Bell“), fanden sie sich 1970 wieder zusammen – erfahrener, gelassener und mit neuer Energie. „Lonely Days“ erreichte als erste Single Gold in den USA (und natürlich Chart-Platzierung #1), „How Can You Mend A Broken Heart“ wurde zur Superballade des Jahres 1971 und „Run To Me“ erreichte 1972 die UK-Top-20. Doch die dazugehörigen Alben überzeugten die Fans nicht mehr. Hilfe kam von Eric Clapton, der dem Trio das Criteria Studio in Florida empfahl, wo er gerade sein Erfolgsalbum „461 Ocean Boulevard“ aufgenommen hatte. Die Umorientierung nach Amerika zeigte Wirkung: Auf dem 1974er Album „Mr. Natural“ zeigen sich die BEE GEES zum ersten Mal unter dem massiven Einfluss amerikanischen R&Bs.

 You Should Be Dancing

„Main Course“, produziert von Arif Mardin, war ein Geniestreich. Das Gewicht des Sounds hatte sich auf tanzbare Rhythmen und funkigen Beat verlegt. Barry entdeckte den Falsett-Gesang und Jive Talkin’ wurde zu ihrem zweiten US-No.1-Hit. Es folgte Nights On Broadway, und dann das Album „Children of the World“ mit You Should Be Dancing und Love So Right. 1977 kam das Angebot für Saturday Night Fever und damit der sagenhafte Durchbruch, der die Verkaufszahlen in die direkte Nachbarschaft der Beatles brachte. Wie ein Strudel erfasste die Discowelle die gesamte westliche Welt und darüber hinaus, bald verkauften die BEE GEES weltweit Stadien aus.

Gleichzeitig begann Barry Gibb, auch für den jüngeren Bruder Andy Gibb und für die Sängerin Yvonne Elliman zu komponieren. Und so fand sich der Name Barry Gibb als Komponist im  Jahr 1978 für 31 Wochen auf Platz 1 in den Charts und führte zu 5 Top-10 Hits gleichzeitig! „Spirits Have Flown“ verkaufte sich weltweit 30 Millionen Mal und brachte zudem drei Number-One-Hits mit: Tragedy, Too Much Heaven und Love You Inside Out. 1979 rundete die Hit-Compilation Greatest die Ära der Discomania dann ab. Das Album erhielt Doppelplatin und wurde das erfolgreichste Album, das die BEE GEES in den USA je veröffentlichten!

Die Achtziger brachten das abrupte Ende der Discowelle. Wirtschaftliche Krisen, gesellschaftliche Umwälzungen, AIDS und andere Faktoren bremsten den wilden Hedonismus des Tanzbodens und führten in die unterkühlte Stylingwelt der Achtziger. Die BEE GEES setzten 1981 das Album „Living Eyes“ in die US-Top-40 und zogen sich dann zurück. Barry Gibbs schrieb und produzierte für Künstler wie Diana Ross und Barbra Streisand. Ein tragisches Schicksal ereilte den jüngeren Andy Gibb, der nach Alkohol- und Drogenproblemen 1988 fünf Tage nach seinem 30. Geburtstag verstarb.

Ende der Achtziger nahmen die BEE GEES wieder neue Alben auf, und das nach wie vor mit überdurchschnittlichem Erfolg: „E.S.P.“ erschien im Jahre 1987 und enthielt die UK-Nummer-1 „You Win Again“, 1989 kam „One“, 1991 „High Civilization“, 1993 „Size Isn’t Everything“ und 1997 „Still Waters“, die allesamt in die Charts gingen (letzteres erreichte US-Platin). 1997 erfolgte die verdiente Aufnahme in die Rock’n’Roll Hall of Fame, 2002 den Legend Award auf den Grammy-Verleihungen.

Im Januar 2003 verstarb Maurice Gibb unerwartet nach einer Operation an Herzversagen im Alter von 53 Jahren. Robin und Barry entschieden daraufhin, die BEE GEES als Gruppe zu beenden. Ihren Status als Inbegriff für die besten Zeiten der Tanzkultur werden die BEE GEES allerdings bis in alle Ewigkeit behalten. Dank Saturday Night Fever und drei Alben, die in der Popgeschichte einzigartig sind, sowie dem Album Greatest, das nun zum ersten Mal auch in einer digitalisierten Edition mit wertigen Extras zu haben ist.

 

Fotos und Texte: Warner Music

Kommentare

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Ein Kommentar zu “So feiern die Bee Gees ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum”

  1. bongers sagt:

    koennen sie mir bitte die neuste cd von den bee gees schicken danke

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