Samstag, 12. Dezember 2009, 15:52 Uhr

James Camerons "Avatar": Studio hat Angst for Megaflop

James Cameron (55) produzierte mit seinem 300 Millionen Dollar –Streifen ‘Avatar’ den teuersten Film aller Zeiten. Doch die Führungskräfte von 20th Century Fox haben Angst, dass der Film zum Flop an den Kinokassen geraten könnte, berichtet die ‘Daily Mail’. Dabei sind die Kritiken nach den Pressevorführungen durchweg positiv.

Der Film entstand ausschließlich am Computer. Für eine Sekunde benötigten die Computerspezialisten eine Stunde Rechenzeit. Hinzu kommt, dass Kontrollfreak Cameron nichts dem Zufall überlassen will, er ist zugleich Drehbuchautor, Produzent, Regisseur, Kameramann, Cutter, Ideengeber der Special Effects, und manchmal sogar auch Visagist. “Ich mache Masken selbst, vor allem für Blut, Wunden und Schmutz”, sagte er. “Das spart so viel Zeit.”

In dem Film gibt es über 3000 Spezialeffekte und Cameron hat jeden mindestens 20 mal genauestens unter die Lupe genommen. Camerons Temperament ist legendär. Und seine Gnadenlosigkeit ebenso. Bei Filmen wie ‘The Abyss’ und ‘Titanic’ hat er die Crew oft stundenlang im Wasser ausharren lassen, so dass viele unter Grippe und Nierenschmerzen litten. Kate Winslet, die mit ihrer Rolle ‘Titanic’ zum Weltstar wurde,  sagt, sie würde nie wieder mit dem Regisseur drehen, nachdem was sie durchgemacht hat und fast ertrunken wäre. Nun heißt es, der neue Film des Mister Gnadenlos würde das Kino revolutionieren und die Hauptdarsteller Sigourney Weaver, Michelle Rodriguez und Sam Worthington reden in höchsten Tönen über den Meister. Für den Film mußten die Darsteller häufig ihre Vorstellungskraft einsetzen, da die Umgebung erst nach dem Dreh am Computer entstand. ‘Avatar – Aufbruch nach Pandora’, das technisch aufwendig und mit imposanten 3-D- Effekten produzierte Fantasy-Abenteuer, kommt am 17. Dezember in die deutschen Kinos. Am Donnerstag war Weltpremiere in London.