Samstag, 26. Dezember 2009, 12:43 Uhr

Nina Eichinger über DSDS-Sieger 2010: "Ich würde mir eine Frau wünschen"

Für die siebte Staffel von ‘Deutschland sucht den Superstar’ wurde von September bis Oktober 2009 in 20 deutschen Städten gecastet und insgesamt 34.420 Kandidaten wollten der neue Superstar werden – soviel wie noch nie.

Die Highlights der Castings sind Inhalt der ersten sieben Folgen, die am Mittwoch, den 6. Januar 2010, 20.15 Uhr starten und jeweils mittwochs und samstags zu sehen sind. Moderiert wird die Showreihe von Marco Schreyl und in der Jury sitzen Erfolgsproduzent Dieter Bohlen (55), die Ex-MTV-Moderatorin Nina Eichinger (28) und Musik- und Superstar-Manager Volker Neumüller (40).

Nina, die siebte Staffel DSDS geht los. Was erwartet uns in der neuen Staffel?
In der neuen Staffel erwarten uns mehr Kandidaten als je zuvor. Mit fast 35 000 Kandidaten ist es wieder ein Bewerberrekord. Man sieht ganz viele neue und auch ein paar alte Gesichter. Es ist ganz bunt gemischt, es gibt wie immer einige Überraschungen und natürlich dann auch noch der „Fluch der Karibik“. Was es damit auf sich hat, das müsst ihr dann selber sehen.

Wie hast du jetzt die Pause verbracht zwischen DSDS?
Ich bin u.a. in Urlaub gefahren, vier Wochen Rucksackurlaub in Guatemala und Belize, was wahnsinnig schön war – unglaublich heiß, aber schön. Und ich habe meinen Fuß endlich auskuriert, den ich mir während der letzten Staffel gebrochen hatte – das hat eine Ewigkeit gedauert. Und jetzt habe ich es geschafft, kurz bevor es mit DSDS wieder losging, mir den Zeh an demselben Fuß zu brechen. Also fange ich jetzt wieder von vorne an!

Du bist jetzt das zweite Mal dabei. Hast du dich wieder gefreut, deine Jurykollegen zu sehen und wieder bei den Castings zu sitzen?
Ja, es ist diesmal für mich wesentlich ruhiger und angenehmer, weil ich weiß, was auf mich zukommt und so kann ich mich mehr freuen. Wir sind jetzt ein eingespieltes Team, das finde ich super. Ich kann mit einer ganz anderen Ruhe an die Sache rangehen, was mir sehr Spaß macht, weil man sich dadurch auch den Kandidaten vielmehr widmen kann.

Du bist die einzige Frau zwischen zwei Männern. Hast du Probleme, dich da zu behaupten? Wie ist das für dich?
Nein, ich finde es überhaupt nicht schlimm als einzige Frau zwischen zwei Männern. Es sind ja beide sehr charmante und sehr nette Kerle. Insofern habe ich da überhaupt kein Problem und mit dem Behaupten auch nicht. Man muss halt weiblich charmant sein.

Wie sind denn so die Rollen bei euch verteilt? Wie würdest du die einzelnen Personen in der Jury beschreiben, was diese für Positionen einnehmen?
Also Dieter ist das Urgestein, das weiß man ja. Sagen wir mal, er ist der mit der größten Erfahrung, der durch seine Erfahrung auch sehr schnell die Kandidaten einschätzen kann. Klar, liegt er auch mal daneben, aber meistens hat er recht und hört vor allem jeden falschen Ton, der gesungen wird. Ich würde sagen, ich bin eher die, die nach dem Bauchgefühl bestimmt. Also ich schaue mir die ganze Sache komplett an, das Gesamtpaket sozusagen, und entscheide dann, ob mir das gefällt oder nicht. Und Volker ist der, der aus der Produktionsrichtung kommt, d.h. er schaut auch drauf, kann ich den Kandidaten vermarkten und wie? In welcher Zeitung sehe ich den, wo kann ich mit dem hingehen? Ja und so teilen wir uns drei in der Jury ganz gut auf.

Gibt es ein Lied, daß du jetzt nicht mehr hören kannst nach den Castings? Was wurde am häufigsten gesungen?
Ja, es gibt wieder mal so ein Lied. Also letztes Jahr war es ja Duffy mit „Warwick Avenue“, was ich wirklich von meinem ipod verbannt habe. Dieses Jahr ist der ganz klare Favorit „Hallelujah“. Dieses Lied macht mich inzwischen fertig, vor allem in der Karibik! Irgendwie ist es doch ein Weihnachtssong und den kann ich wirklich nicht mehr hören.

Was meinst du, wer wird gewinnen? Ein Mann oder eine Frau? Wer ist diesmal besser, die Männer oder die Frauen?
Ist schwer zu sagen. Also letztes Jahr hatte ich eigentlich ganz klar einen weiblichen Favoriten. Dieses Jahr wird es… Hm, ich weiß es nicht, ich glaube es wird sehr eng wieder, weil viel Frauen dabei sind, die wirklich das Gesamtpackage, wie wir immer sagen, in die Waagschale werfen können. Ich würde mir eine Frau wünschen, einfach von der feministischen Seite. Aber ich glaube, die Männer haben dieses Jahr auch gute Chancen.

Die Jugendlichen kommen hier mit großen Träumen und wollen diesen zu ihrem Beruf machen. Was willst du dir noch für beruftliche Träume erfüllen?
Ich komme ja eigentlich aus der Umweltrichtung muss ich sagen. Und mein Traum war immer, dass mit dem Fernsehen zu verbinden. Also ich fände es ganz toll, irgendwas machen zu können, wo ich mein Umwelt- und Naturwissen anwenden und etwas damit machen kann. Ich hatte jetzt schon mehrere Gespräche und ich habe Hoffnungen, dass das daraus etwas wird.

Du guckst gerne Tierdokus. Würdest du gern eine Tierdoku moderieren?
Würde ich sofort machen. Aber ich würde in der Zukunft wahnsinnig gerne etwas machen, wo ich wirklich aktiv sein kann und nicht nur im Studio stehe. Das ist schwierig bei einer Tierdoku – entweder du bist der Kameramann und machst die Doku oder du bist die Moderatorin, die im Studio steht und sagt, „so, jetzt zeigen wir euch einen neuen Film über die Pandabären’. Und das ist eigentlich nicht mein Traum. Ich bin jemand, ich mache gerne was, ich bin gerne aktiv. Deswegen finde ich auch DSDS super, weil man Teil davon ist. Man redet nicht nur im Studio über die Kandidaten, die dann kommen. Nein, man lernt die kennen, man sitzt vor denen und reist mit denen rum, da ist Action drin! Und ich würde auch gerne in den weiteren Sendungen, die ich mache, etwas haben, wo ich wirklich mit dabei sein kann, wo ich rauskomme, wo ich handwerklich arbeiten kann, wo ich mit den Menschen agieren kann – wie auch immer. Ich bin am liebsten immer mitten im Zentrum der Action.

 

Fotos: RTL/Stefan Gregorowius