Donnerstag, 07. Januar 2010, 9:55 Uhr

Queen-Darstellerin Helen Mirren fühlt sich eher russisch als britisch

Die Schauspielerin Helen Mirren (64) durch ihre oscargekrönte Rolle als Queen der Inbegriff der Britishness, fühlt sich wegen ihrer russischen Wurzeln eher russisch als britisch. “Die Ernsthaftigkeit, mit der ich das Leben betrachte, meine Liebe zum Philosophieren, das sind eher russische Eigenschaften”, sagte sie dem ZEITmagazin.

Mirren, die in dem neuen Film ‘Ein russischer Sommer’ die Frau von Leo Tolstoj spielt, wurde unter dem Namen Ilyena Vasilievna Mironov geboren. Ihr russischer Großvater war 1916 nach  London gegangen.

Mirren, die nach The Queen in den Blockbustern ‘Tintenherz’ und ‘Das Vermächtnis des geheimen Buches’ spielte, sagte, es sei ihr bei diesen Filmen darum gegangen, mal nicht ernst sein zu müssen und sich keine Sorgen machen zu müssen, ob sie der Rolle gewachsen sei.  “Andererseits musst du als Schauspielerin in meinem Alter froh sein,  wenn du überhaupt eine Rolle bekommst in einem Blockbuster.”

Mirren beklagte sich über die Einstellung junger Leute zum Sex der Älteren. “Die Jungen sind die puritanischsten überhaupt, die wollen  alles für sich allein und können es nicht ertragen, wenn Ältere auch  Sex haben.” Die Schauspielerin, die bereits ihre Memoiren  veröffentlicht hat, sagte: “Irgendwann sollte ich ein zweites Buch
schreiben. Vielleicht nenne ich es Mein Sexleben … Ich glaube, ich  werde dieses Buch schreiben, es in meinem Computer aufheben – und  erst nach meinem Tod veröffentlichen lassen.”