Echo 2010 in Berlin: Grauenhafte Veranstaltung

Donnerstag, 4. März 2010, 23:34 Uhr

Heute Abend fand im Palais am Funkturm auf dem Berliner Messegelände die Verleihung des drittwichtigsten Musikpreises der Welt statt – nach den Grammys und den Brit Awards. Zwei Echos wurden bereits gestern Abend vergeben: In der Kategorie „Erfolgreichstes Produzenten-Team National“ erhielten für ‘Ich + Ich’ Adel Tawil, Annette Humpe, Florian Fischer, Sebastian Kirchner, Andreas Herbig und Peter „Jem“ Seifert den begehrten Musikpreis. Als zweiter Vorabgewinner gilt Rae Garvey von “Reamonn”. Er wurde für seine Stiftung “Saving an Angel” mit dem Ehren-Echo für sein soziales Engagement geehrt.

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Robbie Williams gewann seinen siebenten Echo – überreicht von Oliver Kahn. Der 35-jährige Popstar kündigte u.a. seine Hochzeit an und langweilte sich eher bei der Laudatio von Kahn und den dämlichen Fragen von Sabine Heinrich. Der Abräumer des Jahres 2009 Peter Fox (“Ich höre ja nicht auf, ich spiele wieder mit der Band Seeed.”) bekam den ‘Echo’ für das beste Album des Jahres und setzte sich immerhin gegen Rammstein, Lady Gaga, Silbermond und Depeche Mode durch. Silbermond gewannen in der Kategorie Rock/Pop einen Echo.

Rapper Sido dankte seinem Anwalt und zeigte den Mittelfinger. Man kann nur rätseln ob der Preis gemeint war, oder Bushido-Freund Oliver Pocher, der ihm den Preis überreichte, oder Pochers Freundin. (Insider wissen was gemeint war.)

In der Playback-Show traten u.a. Beth Ditto mit Gossip, Robbie Williams, Ke$ha, Rihanna (wie immer großartig!) und Peter Maffay auf. Enttäuschend: Gastgeberin Sabine Heinrich. Selten hat man so eine uninspirierte und scheinbar unvorbereitete Moderation erlebt. Für Frau Heinrich war die Show definitiv drei Nummern zu groß.

Volker Herres, Programmdirektor der ARD sagte dazu: “Großartige Show, gut aufgelegte Moderatoren – der ECHO 2010 war eine rundum gelungene Gala.” Ähm, dann haben wir wohl was anderes gesehen.

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Echo 2010 – Die Preisträger

Künstler National Rock/Pop: Xavier Naidoo
Künstler International Rock/Pop: Robbie Williams
Künstlerin National Rock/Pop: Cassandra Steen
Künstlerin International Rock/Pop: Lady GaGa
Gruppe National Rock/Pop: Silbermond
Gruppe International Rock/Pop: Depeche Mode
Künstler/Gruppe Deutschsprachiger Schlager: Andrea Berg
Künstler/Gruppe Volkstümliche Musik: Kastelruther Spatzen
Künstler/Gruppe National/International HipHop/Urban: Jan Delay
Künstler/Gruppe National Rock/Alternativ/Heavy Metal: Rammstein
Künstler/Gruppe International Rock/Alternative/Heavy Metal: GreenDay
Album des Jahres National/International: Peter Fox – „Stadtaffe“
Bester Newcomer National: The Baseballs
Bester Newcomer International: Lady GaGa
Hit des Jahres National/International: Lady GaGa – „Poker Face“
Beste Musik-DVD-Produktion National: Helene Fischer „Zaubermond Live“
Bester Live-Act National: Silbermond (Publikumsvoting durch die Webseiten der ARD-Pop- und jungen Wellen)
Bestes Video National: Sido – „Hey Du“ (Publikumsvoting über die Internetseite „myvideo.de“)
Erfolgreichster Produzent/Erfolgreichstes Produzententeam National: Andreas Herbig, Peter „Jem“ Seifert, Florian Fischer, Adel Tawil, Annette Humpe und Sebastian Kirchner für „Ich + Ich“
Kritikerpreis National: Jan Delay – „Wir Kinder vom Bahnhof Soul“
Medienpartner des Jahres: SWR
Handelspartner des Jahres: Amazon
Würdigung des Lebenswerkes: Peter Maffay
Ehren-Echo für soziales Engagement: Reamonn-Sänger Rea Garvey und die Stiftung „Saving an Angel“

Fotos: Ben Vogt/wenn.com

Kommentare

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5 Kommentare zu “Echo 2010 in Berlin: Grauenhafte Veranstaltung”

  1. Andre Dohmen sagt:

    welcher idiot kritisiert denn da Sabine heinrich. der autor hat wohl null ahnung

  2. [...] wie Sade, Robbie Williams, Rihanna, Ke$ha, Xavier Naidoo haben eine uninspirierte Preisverleihung aufgehübscht, die von Matthias Opdendövel und Sabine Heinrich moderiert wurde und bei der 3000 [...]

  3. Bianca sagt:

    Die Show war einfach nur langweilig. Robbie war der einzige wirkliche Höhepunkt, weil er auch, wenn er keine wirkliche Ahnung hat, was er da macht, immer noch das Beste draus gemacht hat. Ansonsten reicht mir da einmal und nie wieder und wenn man sieht, was für ein Mist da nominiert wird, na nein danke.

  4. Kerry sagt:

    Muss auch sagen, dass ich die Moderatorin peinlich fand. Besonders wie sie Robbie Williams angebaggert hat, grenzte schon an verzweifelter Frau, die kein Date hat. Robbie Williams wusste gar nicht, was sie meinte, als sie sagte, sie hole ihn ab. Er sah total verwirrt aus. Die Sendung hätte Matthias Opdenhövel auch sehr gut alleine moderieren können, denn er ist immer ein Highlight.
    Ich fand auch Hape Kerkeling als Uschi Blum peinlich, langsam sollte er es lassen, in solche schmierigen Personen zu schlüpfen, finde ich langsam nicht mehr komisch.
    Außerdem frage ich mich, wofür Sido und Jan Delay Preise bekommen? Soll das Gesang sein? Ich finde das ein schlimmes Vorbild für die Jugend, wenn sich da ein sogenannter Sänger hinstellt und den Finger zeigt. Und Jan Delays Song…ich hab nicht ein Wort verstanden, seine Stimme ist doch gar nichts. Der wär was für Dieter Bohlen, der würde ihm mal die Meinung sagen, nämlich: Ey, du bist völlig talentfrei, geh lieber Klos putzen!
    Wer für solche Musik Geld ausgibt, muss sich nicht wundern, wenn er am Existenzminimum lebt!

  5. BK sagt:

    Ich kann dem Verfasser des Artikels nur zustimmen. Besonders peinlich war die Moderation von Frau Heinrich. Sie nervt ja schon bei der Oslo-Show mit ihren dümmlichen Kommentaren und Fragen, aber hier setzte Sie noch einen drauf. Was im Radio noch zu funktionieren mag, geht im Fernsehen gar nicht. Bitte Frau Heinrich künftig vom Bildschirm verbannen!

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