Freitag, 05. März 2010, 14:54 Uhr

Schwerer Unfall bei Videodreh der Band Madsen

Beim gestrigen Videodreh verletzte sich Sänger und Gitarrist Sebastian Madsen schwer. In den Abendstunden riss aus noch ungeklärter Ursache ein Seil, an dem der Sänger der Band in ca. 4 Meter Höhe hing. Sebastian stürzte auf den Betonfußboden des Berliner Filmstudios und zog sich neben diversen Schnittwunden und Stauchungen vor allem einen komplizierten Trümmerbruch im linken Handgelenk zu. Die weiteren Planungen der Band hängen von der hoffentlich baldigen Genesung ab, die im Moment noch nicht prognostiziert werden kann.


Madsen veröffentlichen am 23. April 2010 ihr neues Album „Labyrinth“. Der Vorgänger „Frieden im Krieg“ konnte sich 2008 auf Anhieb in den Top 10 der deutschen Media Control Charts platzieren. Doch mit dem vierten Album stellt sich die Band neuen Herausforderungen.

„Labyrinth“ vermittelt ganz unaufgeregt ein Gefühl von Größe. Das Gefühl von Größe wie es in einem Stadion allgegenwärtig ist. Diese Größe von bewegten Chören. Größe im Klang, ohne dabei Fett anzusetzen. Große Gitarren. Große Worte. Große Produktion. Die Größe einer eingeschworenen Gemeinschaft. Größe in jeder Beziehung. Aber vor allem das Größte, was das Leben zu bieten hat: das Leben selbst, die Liebe und eine universelle Umarmung. Das ganze Zeug also, das in den falschen Händen zu monumentalen Kitsch verkommt. Mit so etwas zu arbeiten, jegliche Peinlichkeit zu vermeiden und bei allem notwendigen /gerechten Pathos an keiner Stelle das Maß zu verlieren, DAS ist eine Herausforderung!

Wie man an seinen Herausforderungen wächst und dabei über sich hinauswächst, das zeigt kein deutsches Album der letzten Jahre deutlicher als „Labyrinth”. Ein Album, so groß wie das Verlangen, die Welt aus den Angeln zu heben.

Foto: Universal/Sven Sindt