Samstag, 06. März 2010, 18:52 Uhr

Bewaffneter Überfall auf Luxushotel in Berlin - Neue Videos

Ein unglaublich dreister und filmreifer Überfall ereignete sich heute nachmittag um 14.30 Uhr auf das Nobel-Hotel ‘Grand Hyatt’ am Potsdamer Platz in Berlin. Dort findet seit Dienstag Europas größtes und prominent besetztes Pokerturnier statt, bei dem es einen Millionen-Jackpot gegeben habe.

Vier Täter sind in das Hotel eingedrungen, zwei weitere standen vor dem Eingang Wache. Die Bande sei mit Kalaschnikows und Macheten bewaffnet gewesen und haben mit der Zündung einer Granate gedroht. Die Maskierten bedrohten vor laufenden Kameras Angestellte, erzwangen die Herausgabe von Bargeld. Es entstand Panik, weil die Anwesenden  zunächst an einen Amoklauf glaubten.

Die Täter wurden bei ihrer Aktion und ihrer Flucht durch ein Einkaufszentrum von einer Reihe Überwachungskameras gefilmt. Das erste Video zeigt einen Security-Mitarbeiter, der einen der Gangster festhält und dann von einem Kumpanen mittels einer Machete befreit wird. Das zweite Video zeigt die letzten Sekunden des Live-Streams des Pokerturniers während des Überfalls. FOTOS

Die Täter sollen zunächst einen größeren Geldbetrag erbeutet haben, der am Anmeldetresen lag. berichtet ‘Spiegel Online’. Dabei soll es sich nicht das Preisgeld gehandelt haben, sondern nur um die Teilnahmegebühren der Spieler. Die Tüte mit dem Geld soll den Tätern aber auf der Flucht von einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes entrissen worden sein, berichten Insider des Veranstalters der Website.

Ein Augenzeuge kommentiert den Überfall auf der Website ‘pokerfirma.de’. Der Überfall habe genau zu dem Zeitpunkt des Turniers stattgefunden, als sich das Maximum des Tages in der Kasse befand und genau dann, als keines der Turniere Pause hatte. “Es muss also mindestens eine Person gegeben haben, welche seinen Komplizen ein Zeichen gegeben hat. Es gibt auch neue Informationen darüber, dass angeblich gar kein Geld geraubt wurde, sondern die Beute am Gang liegen geblieben ist.
Besonders wacker schlugen sich die Securitys. Mit ihren begrenzten Mitteln, wie zum Beispiel die Ständer der Absperrung stellten sie sich den bewaffneten entgegen. Einer der Mutigen schlug einem der Räuber mit eben so einem ins Gesicht. Jetzt geht das Turnier weiter, allerdings wie das gehen soll ist noch ein Rätsel (…) Es steht inzwischen fest, dass mindestens vier Schüsse fielen.”

Videos: YouTube