Mittwoch, 17. März 2010, 11:00 Uhr

Nina Hagen packt aus und geht damit auf Tour

Nina Hagen, sagt Melody Maker, ist „Deutschlands bedeutendster Beitrag zur Popkultur seit Brecht“. Über die exentrische Diva existieren 1000 Gerüchte: Nina die „Punkröhre“, Nina der „frivole Vamp“, Nina „der Bürgerschreck“. Wer Nina Hagen wirklich ist, weiß nur sie selbst. Nun legt sie ihre „Bekenntnisse“ vor; und sie schreibt, wie sie singt: ohne Netz und doppelten Boden, aufregend, provokant, rückhaltlos authentisch. Nina Hagen redet ungeschminkt von sich und ihrem rasanten Leben auf der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn.

Doch sie hat mehr zu erzählen als die übliche Mixtur aus Sex, Drugs & Rock ´n´ Roll. Nina erzählt davon, wie sie mitten in einem atheistischen Umfeld bereits sehr früh auf ein verbotenes, aber faszinierendes Wesen namens Gott stieß. Sie nimmt den Leser mit auf ein wildes Roadmovie, das in Ostberlin begann und an vielen Orten rund den Globus spielte und noch immer spielt: Hamburg, wohin sie ihrem Ziehvater Wolf Biermann folgte, London, wo sie in die Punkszene eintauchte, Amsterdam, wo sie in einem besetzten Haus lebte und Indien, wo sie in einem Ashram dämonische Erfahrungen machte.

Nina Hagen gefällt sich nicht in äußeren Abenteuern und Erfolgen; ihr geht es um den roten Faden, die Wahrheit ihres Lebens, ihre innere, spirituelle Reise. Auf dieser Reise hat sie der Liebe, den Drogen und dem Tod ins Auge geschaut. Vor allem aber begegnete sie Gott, und sie erlebte eine unerhörte Liebesgeschichte mit Jesus –- eine lovestory, die einen Anfang hat und kein Ende haben wird. „Gehst DU etwa auch wieder weg wie all die anderen?“ hatte sie Jesus einst gefragt, damals in jener Nacht, in der die Geschichte begann. Die Antwort auf diese Frage ist die Lebensgeschichte der Nina Hagen: „Ich bin immer da. Ich war immer da und ich werde immer da sein!“

Nina Hagen wurde 1955 in Ostberlin geboren. Nach der mit Auszeichnung abgeschlossenen Gesangsausbildung, hat sie erste Erfolge in der DDR („Du hast den Farbfilm vergessen“). 1976 folgt sie ihrem Ziehvater Wolf Biermann in den Westen, wo sie die Nina Hagen Band gründet und dank ihrer einmaligen Stimme und ihrer umwerfenden Bühnenpräsenz große Erfolge feiert. Zwischen Punklady und Provokateurin oszillierend, etabliert sie sich als schrillster Pop-Star der Republik – und als einzige deutsche Rocksängerin von Weltruf. Neben ihrer Musik tritt sie immer wieder als exzellente Schauspielerin in Erscheinung, zum Beispiel als böse Königin in „7 Zwerge – Männer allein im Wald“.