Sonntag, 21. März 2010, 17:44 Uhr

Michael Jackson: Der Onkel Doktor hat das Propofol verschwiegen

Neuigkeiten im Todesfall Michael Jackson. Glaubt man dem jetzt bekannt gewordenen offiziellen Bericht der Rettungssanitäter, die am 25. Juni 2009 versuchten, Jackson das Leben zu retten, dann hat dessen Hausarzt Dr. Conrad Murray den Ärzten bei deren Eintreffen verschwiegen, dass er dem Sänger kurz vor dessen Herzstillstand Propofol verabreicht habe.

Ein Freund der Jackson-Familie erzählte dazu der ‘News of the World’: “Das ist das wohl deutlichste Anzeichen, dass Murray die Sanitäter in die Irre führte. Warum hat er ihnen nichts von dem Propofol gesagt? Wir sind schockiert von dem, was dieser Bericht andeutet.”

Jackson sei zudem bereits am Fundort für tot erklärt worden, nachdem diverse Wiederbelebungsversuche gescheitert waren. Doch Murray habe dennoch darauf bestanden dass ein dritte Wiederbelebungsrunde – nach seiner und der der Rettungssanitäter – im Krankenhaus gestartet werde.
Bei der ersten Prüfung durch die Sanitäter war Jackson jedoch bereits zehn Minuten tot. Jackson hatte keinen Blutdruck, keinen Puls, keinen Atem, die Pupillen waren extrem geweitet. Die Sanitäter hätten insgesamt zwei Messungen vorgenommen, um sicher zu gehen.

Die Londoner Ärztin Dr. Hilary Jones kommentierte gegenüber dem Sonntags-Klatschblatt: “Wenn der Bericht korrekt ist, dann war Jackson tot, bevor die Sanitäter kamen… Es ist merkwürdig, dass Dr. Murray offenbar nicht sagte, welche Medikamente Jackson zuvor bekommen hatte. Es wäre seine Pflicht gewesen, genau das zu tun. Meiner Meinung nach Jackson starb an einer Atemdepression – er hat tief geschlafen, als er aufhörte, zu atmen.”