Dienstag, 23. März 2010, 17:13 Uhr

Plattenfirma muß Bushido-Platten mit geklautem Material vernichten

Worauf gründet sich eigentlich der Riesenerfolg von Bushido? Der Rapper und seine Plattenfirma haben seit heute ein Riesen-Problem: Die französische Gothic-Band ‘Dark Sanctuary’ hatte den 31-Jährigen verklagt, weil er deren Musik unerlaubt verwendet habe. Allein auf dem Album ‘Von der Skyline zum Bordstein zurück’ sollen sich acht Songs mit kopierten Stücken befinden. Bei den Titeln handelte es sich u.a. um „Sex in the City“, „Bloodsport“, „Goldrapper“, Janine“, „Es ist ok“, „Träne aus Blut“ oder „Wieder von der Skyline zum Bordstein zurück“.

Heute wurde Bushido nun zu 63.000 Euro Strafe verurteilt. Zudem muß er Schadenersatz zahlen.

Ingesamt habe der Rapper dem Urteil des Hamburger Landgerichts zufolge in 13 von 16 beanstandeten Songs sogenannte „urheberrechtlichgeschützte Tonfolgen“ geklaut. Diese habe Bushido geloopt (mehrfach hintereinandergeschnitten) und mit einem neuen Text versehen.

Das Gericht verurteilte den Rapper und seine Plattenfirma ferner dazu, detailliert Auskunft über Verkäufe und andere Erlöse der betreffenden Songs Auskunft zu geben. Davon hänge dann die Höhe weiterer Schadenersatzansprüche durch die Urheber ab.

Elf CDs, auf denen die betreffenden Titel vorkommen müssen aus dem Verkauf nehmen müssen. Ausgelieferte Tonträger müssen zurückrufen und vernichtet werden. Das urteil sei Berichten zufolge noch nicht rechtskräftig.

Gegen das Urteil können Bushido und seine Verteidiger Berufung einlegen. Ob sie das tun, ist nicht bekannt. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.