Freitag, 26. März 2010, 17:23 Uhr

Boy George lernte im Knast neue Freunde kennen

Schön war die Zeit: 80er-Jahre-Ikone Boy George (48) fand das Gefängnis spaßig, weil er dort so viele “tolle Leute” kennenlernte. Der frühere Sänger von ‘Culture Club’ musste vier Monate im Knast verbringen, nachdem er für schuldig befunden worden war, einen norwegischen Callboy in seinem Ostlondoner Appartement körperlich angegriffen und eingesperrt zu haben. Der bekennende Homosexuelle sah der Haftstrafe mit Furcht entgegen, war aber dann überrascht, wie verhältnismäßig viel Spaß ihm der Aufenthalt hinter dicken Mauern bereitete, vor allem, weil die Mitgefangenen so nett waren.

“Ich war vier Monate da drin, und es war eigentlich keine unschöne Zeit, überraschenderweise”, erzählte die ehemalige Musik-Ikone dem Radiosender ‘BBC 2’. “Es war nicht schlimm, weil man sich ja an alles gewöhnt. Man ist da drin und man passt sich an und macht das Beste draus. Man hat sogar Spaß, lacht, es ist eine sehr komische Erfahrung. Man trifft einen Haufen echt toller Leute.”
Am Besten gefiel dem Sänger, mit bürgerlichem Namen George Alan O’Dowd, seine Gefängnisuniform, weil die simple weiße Bekleidung sich so komplett von seinen sonstigen extravaganten Outfits unterscheidet. Wenn er während seiner Arbeitsschicht in der Gefängnisküche sein Spiegelbild zu sehen bekam, konnte er sich oft ein Lachen nicht verkneifen.
“Man lacht über die Situation, in der man steckt”, sagte er. “Ich arbeitete in der Küche, kochte das ganze vegetarische Essen und musste dabei immer diese weiße Kleidung mit dem kleinen Hut tragen. Dann siehst du dein Spiegelbild am Kühlschrank und denkst: ‘Wie konnte das passieren?'”
Boy Georges Comeback-Album ‘Amazing Grace’ wird im Laufe dieses Jahres erscheinen. (CoverMedia)