Freitag, 26. März 2010, 14:29 Uhr

Corey Haim: Ärzte müssen vor Gericht aussagen

Die Untersuchung zum Tod von Schauspieler Corey Haim macht Fortschritte – das Büro des kalifornischen Staatsanwaltes hat angeblich Vorladungen an 20 Ärzte verschickt, die in einen illegalen Drogenring verstrickt sein sollen. Ihre Aussagen, bitte: Etwa 20 Ärzte wurden im Zusammenhang mit dem Tod von 80er-Jahre-Star Corey Haim mit Gerichtsvorladungen bedacht.
Der ‘Lost Boys’-Schauspieler starb Anfang dieses Monats in seiner Wohnung in Los Angeles. Die offizielle Todesursache hängt noch von den Ergebnissen der toxikologischen Untersuchungen ab, aber der kalifornische Generalstaatsanwalt Edmund G. Brown Jr. heizte schon einmal munter die Gerüchteküche an: Haim sei an einer Überdosis verschreibungspflichtiger Medikamente gestorben. Im Schlafzimmer des Herzensbrechers wurden vier Fläschchen mit Pillen gefunden, darunter auch das Schmerzmittel Oxycontin, das er sich mithilfe eines gefälschten Rezeptes beschafft haben soll.
Dieses Medikament wurde mit einem illegalen Dealer-Ring in Verbindung gebracht, der rezeptpflichtige Arzneien verticken soll. Mitglieder dieser Bande sollen sich Identitäten von Ärzten angeeignet und so Vorräte an verschreibungspflichtiger Medizin besorgt haben, die dann an Abhängige oder Dealer weiterverkauft wurden.

Es wird angenommen, dass die in Frage kommenden Ärzte nicht wussten, dass sich jemand ihrer Identität bedient hatte, aber gestern wurden trotzdem etwa 20 von ihnen im Zuge der Ermittlungen zum Tode Corey Haims vor Gericht geladen, berichtet der Blog “tmz.com”. Die Vorladung ist eine Aufforderung des Gerichts, die den Medizinern eine Aussage zum Tod des Stars in allen Gerichtsfällen vorschreibt. Die Ärzte kommen angeblich aus Los Angeles, Orange County und Ventura County – sieben von ihnen sollen geschworen haben, dem Schauspieler niemals begegnet zu sein.
Die Bekanntgabe der offiziellen Todesursache des früheren Teenie-Schwarms wird in den nächsten Wochen erwartet. Haims Mutter Judy hat die Gerüchte um eine Überdosis bereits bestritten und beharrt darauf, dass ihr Sohn an einer Verstopfung der Atemwege starb – eine Behauptung, die durch den Autopsiebericht unterstützt wird. Dieser zeigt, dass Haim zum Zeitpunkt seines Todes ein vergrößertes Herz und Flüssigkeit in der Lunge hatte.