Dienstag, 30. März 2010, 18:19 Uhr

Günther Jauch über sein Comeback als Rentner

TV-Moderator Günther Jauch ist sich sein körperlichen Defizite bewusst. “Dass ich kein motorisches Talent bin, weiß ich. Intern gelte ich vom Bewegungsmuster her als der ‘deutsche Mister Bean'”, sagte Jauch in der neuen, am Mittwoch erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern. “Aber Peter Zwegat oder Tine Wittler lässt RTL ja auch auf den Bildschirm, wie sie sind. Bei den  Öffentlich-rechtlichen wechselt auch nicht ein Adonis den nächsten ab – oder sehen Sie Tom Buhrow im Mr.-Universum-Bereich? Aber wen  stört’s? Ich bekomme regelmäßig Angebote von ästhetischen Oralchirurgen, die mir meine Eckzähne richten möchten. Ich sag dann  nur: Leute, lasst das. Diese Unregelmäßigkeit gehört zu mir, die habe ich von meiner Mutter.”

Zu seinem Image sagt Jauch im stern: “Ich glaube nicht, dass ich spießig bin. Allerdings verbreite ich keine besondere Aufregung. Dafür bin ich aber auch zu durchschnittlich.” Dass er gut verdiene, gebe ihm “die Unabhängigkeit, mein Leben eben nicht nach meinen finanziellen Möglichkeiten auszurichten, sondern nach meinen  tatsächlichen Bedürfnissen. Mir ist Luxus sicher nicht fremd, aber  Sie können mich eben auch bei Lidl oder Rewe treffen. Wenn Sie im
Fernsehen so etwas wie ,stern TV’ moderieren, haben Sie irgendwann  ein Problem, wenn Sie länger nicht mehr an der Tankstelle oder im Baumarkt waren”. Man müsse “die Lebenswirklichkeit noch halbwegs mitkriegen”. Die von Jauch moderierte Sendung feiert in diesen Tagen ihren 20. Geburtstag. Am 4. April 1990 lief stern TV erstmals auf  RTL.

Bereits heute macht sich der Fernsehstar Gedanken über ein mögliches Comeback als rüstiger Senior. Jauch in dem stern-Interview: “Dass ich mit Mitte 70 noch immer ‘Wer wird Millionär?’ moderiere,  schließe ich zwar aus. Aber wenn es die Sendung mal 20 Jahre nicht mehr gegeben hat, könnte ich sie auf einem Seniorenkanal, den die  geburtenstarken Jahrgänge natürlich alle abonniert haben, wieder  aufleben lassen. Falls ich dann noch hören, lesen und sprechen kann.”