Freitag, 02. Juli 2010, 9:49 Uhr

Hat Mel Gibson wieder mal die Kontrolle verloren?

Los Angeles. Keine Pluspunkte im Sorgerechtsstreit: Mel Gibson (54) soll angeblich eine rassistische Schimpftirade gegen seine Ex Oksana Grigorieva losgelassen haben, die diese auf Band aufzeichnete. Der Hollywood-Star (‘Signs – Zeichen’) wurde 2006 schon einmal dabei erwischt, wie er betrunken antisemitische Sprüche lallte, während er wegen Fahren unter Alkoholeinfluss festgenommen wurde. Jetzt soll er verschiedene rassistische Flüche und andere Beleidigungen ausgestoßen haben, als er sich mit seiner mittlerweile Ex-Freundin stritt.

‘RadarOnline’ behauptet, in Besitz von Aufnahmen zu sein, die von Oksana gemacht wurden und die angeblich Mel Gibson in Aktion hören lassen: “Du bist mir peinlich. Du siehst wie ein verdammtes, rolliges Schwein aus und wenn du von einem Haufen von Ni**ern vergewaltigt wirst, ist es deine Schuld”, schreit der Mann auf dem Tape. “Wie kannst du es wagen, dich wie eine solche Schlampe zu verhalten, wenn ich so verdammt nett zu dir bin. Ich komme und brenne das verdammte Haus nieder, aber vorher wirst du mir noch einen blasen.”
Der Mann, dessen Stimme aufgenommen wurde, nennt Grigorieva ebenfalls “Hure” und “F**ze”. Die Sprecher von Mel Gibson hat sich geweigert, das Tape zu kommentieren.
Ein Gericht in Los Angeles beorderte gestern die Anwälte Gibsons und Grigorievas zu sich, um herauszufinden, wer das Tape an die Medien weiterreichte. Wenn festgestellt werden sollte, dass es die russische Sängerin war, könnte sich das negativ auf den Sorgerechtsstreit auswirken.

Mel Gibson machte seine Beziehung mit Grigorieva einen Monat, nachdem er die Scheidung von seiner Frau Robyn eingereicht hatte, öffentlich. Oksana brachte vor neun Monaten die gemeinsame Tochter Lucia auf die Welt, das Paar verkündete im April seine Trennung.

Im Juni wurde bekannt, dass Grigorieva eine einstweilige Verfügung gegen ihren Exfreund ersucht hatte, nachdem der ihr gegenüber gewalttätig geworden sein soll. Mel Gibson reichte indes Dokumente für das gemeinsame Sorgerecht ein.

Schon 2006 mußte sich Gibson mit Rassismus-Vorwürfen auseinandesetzen. Vertreter der Maya warfen ihm vor in seinen Film ‘Apocalypta’ rassistisch zu sein. 2004 warfen ihm Kritiker vor, mit seinem Film ‘Die Passion Christi’ antisemitische Haltungen zu transportieren.

Der Präsident der ‘Zionist Organisation of America’, Morton Klein, hatte Ende 2006 versucht, den Hollywoodstar zu treffen. “Ich rief seinen Sprecher an und sagte ihm, dass ich für zehn Tage in Los Angeles sei. Ich sagte, dass ich ihn gerne privat und ohne Kameras treffen wolle. Der Sprecher rief dann zurück und sagte, dass Gibson nun doch keine Juden treffen wolle.”