Freitag, 02. Juli 2010, 11:24 Uhr

Schweinsteiger und Maradona haben den Kampf-Modus eingeschaltet

Johannesburg. Ring frei: Nationalspieler Bastian Schweinsteiger (25) und Fußball-Legende Diego Maradona (49) liefern sich vor dem morgigen WM-Duell Deutschland – Argentinien schon mal ein heißes Wortgefecht.
Angefangen hat alles, als die deutsche Nummer Sieben am Mittwoch auf der DFB-Pressekonferenz über den Skandal der letzten WM sprach. 2006 hatte Deutschland die Argentinier im Viertelfinale aus dem Turnier geschossen, doch während die Fans jubelten, kam es auf dem Spielfeld zu Handgreiflichkeiten zwischen den Kickern.

“Das steckt noch im Kopf drin”, erklärte Schweinsteiger, der nicht Schweini genannt werden will, am Mittwoch offen und erklärte: “Es geht schon vor dem Spiel los, wie sie gestikulieren und versuchen, den Schiedsrichter zu beeinflussen. Das ist respektlos, aber die Argentinier sind so.”
Klar, dass der argentinische Nationaltrainer und erklärtes Heißblut Maradona das nicht auf sich sitzen lassen kann. Gestern holte er zum Gegenschlag aus und höhnte in der Presse: “Bist du nervös, Schweinsteiger? Wir haben leider keine Zeit dazu, uns über dich Gedanken zu machen. Meine Jungs wollen einfach aufs Feld gehen und Revanche für 2006 nehmen.”
Für den einstigen Nationalhelden stand schon vor einigen Tagen fest: “Für Deutschland ist die WM vorbei!”
Joachim Löw scheint vor dem wichtigen Spiel morgen die Ruhe bewahren zu können. Bedacht erklärte er: “Wir dürfen uns nicht anstecken lassen von den Provokationen. Man muss daran denken, dass Spieler gesperrt werden könnten.”
Morgen wird sich zeigen, wer die bessere Mannschaft ist – dann erledigt sich der Schlagabtausch zwischen Bastian Schweinsteiger und Diego Maradona von alleine. (CoverMedia)