Montag, 05. Juli 2010, 16:23 Uhr

Spinner Prince prophezeit Ende der Musikdownloads

Los Angeles. Rätselhaft von welchem Planeten die Popdiva und der siebenfache Grammy-Preisträger Prince (52), seit heute Gast in Berlin, kommt. Denn nicht nur, dass er mit dem Internet nix am Hut hat, er prophezeit er auch das baldige Ende des Musikverkaufs im World Wide Web. Prince sagte jetzt, er werde niemals seine Songs über das Internet verkaufen, denn Web-basierte Verkaufskanäle werden bald verschwinden, weil sie nicht mehr “hip” sind.

Die Pop-Legende hat lange gekämpft, seine Musik offline zu halten. 2007 verklagte er YouTube.com sowie eBay.com und behauptete, sie seien ja “eindeutig in der Lage, pornografische und pädophile Inhalte rauszufiltern.” Bei unbefugten Musik- und Filminhalten, Kern deren geschäftlicher Erfolge sind, klappe das aber offenbar nicht.

Prince hatte bisher Fanseiten mit Bildern und alle damit im Zusammenhang stehenden ähnlichen Inhalte mit Klagen überziehen lassen, wie beispielsweise ein 2007 gedrehtes Home-Video von einem Kind, das  zu einem seiner Songs tanzt.

Der Künstler weigert sich immer noch, den Webseiten seine Musik zu verkaufen, weil er der Meinung sei,  dass die Fans nicht mehr lange Musik vom Internet kaufen. Selten so gelacht!

Er sagte dazu: “Mit dem Internet ist es völlig aus. Ich sehe nicht ein, warum ich meine neue Musik iTunes oder sonst jemanden geben sollte. Sie werden keinen Vorschuss zahlen und werden verärgert sein, wenn sie nichts dafür erhalten. Das Internet ist wie MTV. Eine Zeit lang war MTV total gefragt und plötzlich wurde es überholt. Auf jeden Fall sind alle diese Computer- und digitalen Gadgets nicht gut. Sie füllen einfach deinen Kopf mit Zahlen und das kann nicht gut für dich sein.”

Heute Abend tritt die Musiklegende in der Waldbühne auf. Der Kartenvorverkauf für das einige Deutschland-Konzert verlief katastrophal. Danach soll er zum Dinner im Restaurant “Zollpackhof” gegenüber dem Kanzleramt anreisen.