Samstag, 10. Juli 2010, 13:18 Uhr

Mel Gibson: Nach neuem Skandal von seiner Agentur fallen gelassen

Los Angeles. Schauspieler Mel Gibson (54) wurde von seiner Management-Agentur fallen gelassen. Der Hollywood-Star (‘Was Frauen Wollen’) geriet jüngst in die Schlagzeilen, nachdem einer Klatschseite Aufnahmen von ihm zugespielt worden waren, auf denen er während eines Streites mit seiner damaligen Freundin Oksana Grigorieva rassistische Beleidungen und Drohungen brüllt. Die Russin behauptete später, dass Gibson ihr gegenüber mehrmals gewalttätig geworden sei – einmal soll er ihr ein blaues Auge verpasst und ihre Zähne ausgeschlagen haben. Die Sprecher des Mimen weigerten sich, zu den Anschuldigungen Stellung zu nehmen.

Gestern bestätigte dafür die Langzeit-Agentur des Filmhelden, William Morris Endeavor, dass dieser nicht länger zu ihren Klienten zähle. Gibsons langjähriger Agent Ed Limato verstarb vergangene Woche und ‘The Hollywood Reporter’ behauptet, dass der Agenturchef Ari Emanuel (Foto) die Entscheidung traf, Gibson fallen zu lassen. Das Management-Oberhaupt soll angeblich schon seit 2006 versucht haben, den Star los zu werden, als dieser mit antisemitischen Hetzparolen Negativschlagzeilen machte.
Die Aufnahmen von Gibson im Streit mit seiner Ex wurden gestern Nachmittag veröffentlicht und schockierten viele mit ihrem “hasserfüllten” Inhalt. Eine Stimme, die Berichten zufolge die von Gibson ist, wird sagen gehört, Grigorieva “verdient” es, von einem Pack “Ni**er” vergewaltigt zu werden, und dass er sie “in einem Rosengarten begraben” wolle.
Der Akteur machte seine Beziehung zu der russischen Sängerin im vergangenen Jahr öffentlich, nur einen Monat nachdem er die Scheidung von seiner Frau Robyn eingereicht hatte, mit der er beinahe 30 Jahre verheiratet war. Im Oktober freuten sich Gibson und Grigorieva über die Ankunft ihrer Baby-Tochter Lucia, doch im April trennte sich das Paar.
Die Fronten verhärteten sich zügig zwischen den beiden und Grigorieva ersuchte im vergangenen Monat eine einstweilige Verfügung gegen Gibson. Im Gegenzug reichte der Schauspieler Sorgerechts-Dokumente für die kleine Lucia (7 Monate) ein.
Gestern wurde nun bekannt, dass die Polizei von Los Angeles gegen Gibson wegen häuslicher Gewalt ermitteln würde. Sollte die Kino-Ikone schuldig befunden werden, droht ihm eine lange Gefängnisstrafe.
In der Zwischenzeit berichtet die Klatschseite ‘TMZ’, dass die Anwälte des Schauspielers Rechtsdokumente eingereicht hätten im Zusammenhang mit dem Sorgerechtsstreit, die den Richter auf Grigorievas angeblich ungebührliches Verhalten aufmerksam machen. Das Schriftstück bezichtigt die Russin, die heimlich aufgenommenen Aufnahmen von Gibson den Medien zugespielt und damit potenziell seine Chance auf einen fairen Prozess geschädigt zu haben. Das Dokument ersucht auch einen Durchsuchungsbefehl, der es den Anwälten des Mimen erlauben soll, Computer und Telefon der Ex-Freundin nach Beweisen zu durchforsten, dass sie die Bänder verkauft hat.
In ihrer Stellungnahme leugnet die Dame, dass sie die Aufnahmen durchsickern ließ. Ob Oksana Grigorieva oder jemand anders – Mel Gibson jedenfalls haben die Aufnahmen nun sein Management gekostet. (CoverMedia)