Sonntag, 11. Juli 2010, 19:37 Uhr

Jennifer Lopez droht wegen Konzertabsage Millionenklage

Istanbul. Latino-Diva Jennifer Lopez hat ein Problem am Hals. Ein Veranstalter im türkisch besetzten Norden Zyperns will bis zu 40 Millionen Dollar von der Sängerin haben, weil die ein Konzert am 24. Juli in einem Luxushotel abgesagt hat.
Lopez sollte an ihrem 41. Geburtstag im Hotel Cratos Premium auftreten und mit ihrem Mann Marc Anthony und den gemeinsamen Zwillingen noch drei Tage Urlaub dranhängen.
Fezat Firat, ein Sprecher des Hotels sagte, Lopez habe den Auftritt abgesagt, weil sie glaubte, in einem Kriegsgebiet auftreten zu müssen.

Nach Bekanntwerden des Auftritts folgte eine Reihe von Protesten, weil Lopez mit ihrem Konzert die Teilung des Landes unterstützt hätte. Die türkische Zyprioten wiederum hielten dagegen, dass die Absage Teil der griechisch-zypriotischen Kampagne sei, den Norden weiterhin zu isolieren.

Ein Sprecher von Lopez verteidigt ihre Entscheidung und sagte gegenüber TMZ: “Jennifer Lopez würde nie wissentlich einen Staat, ein Land, eine Organisation oder Regime unterstützen, das in Verbindung mit Menschenrechtsverletzungen steht. Nach einer umfassenden Prüfung aller entscheidenden Umstände in Zypern waren es die Entscheidung des Managements, ihren Auftritt zurückzuziehen. Diese Entscheidung des Team war von jener Sensibilität geprägt, die die politischen Realitäten in der Region wiederspiegelt.”

In Nordzypern sind nach einem Putsch 1974 noch immer tausende türkische Truppen stationiert. Für die griechisch-zyprische Regierung im südlichen Teil Zyperns sind derartige Auftritte internationaler Stars illegal.