Montag, 12. Juli 2010, 15:10 Uhr

Roman Polanski ist seit 11.30 Uhr frei und wird nicht ausgeliefert

Genf. Starregisseur Roman Polanski (76) ist seit 11.30 Uhr frei. Die Schweizer Regierung lehnt dessen Auslieferung des  an die USA ab. Polanski könne sich frei bewegen, sagte Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf heute auf einer Pressekonferenz um 14 Uhr. Als Grund für die Freilassung nannte die Bundesrätin lsiut ’20.min.ch’, das Schweizer Justizministerium habe von den US-Behörden zusätzliche Angaben, darunter vertrauliche Zeignaussagen, zum Fall verlangt, diese wurden aber nicht geliefert.
Die USA können die Entscheidung in der Schweiz nicht anfechten. Auf internationaler Ebene könnten die USA Revision einlegen.
Polanski könne im Grunde genommen jetzt auch Schadensersatzansprüche geltend machen.

Die Tat wolle Justizministerin Widmer-Schlumpf nicht beurteilen und antwortete damit auf eine Frage, ob es sie nicht störe, dass Polanski kein Wort des Bedauerns gegenüber dem Opfer ausgedrückt habe.

Der Regisseur wurde am 26. September 2009  bei seiner Einreise in Zürich verhaftet worden, saß zunächst zwei Monate in Auslieferungshaft und wurde gegen Zahlung einer Kaution zum Hausarrest in seinem schweizerischen Gstaad verurteilt.