Donnerstag, 15. Juli 2010, 13:19 Uhr

Joaquin Phoenix: Dokumentarfilm über seinen gefakten Karrierewechsel

Los Angeles. Die Verwandlung von Joaquín Phoenix (35) vom Mimen zum Musiker kann bald in einem Film bewundert werden. Der Star (‘Walk the Line’) verblüffte vor zwei Jahren seine Fans, als er bei einer Reihe bizarrer Auftritte darauf beharrte, dass er jetzt Rapper werde. Sein Besuch in der amerikanischen TV-Sendung ‘The Late Show With David Lettermann’ ist berühmt-berüchtigt:  Er schien seinen Verstand verloren zu haben. Außerdem ließ sich der Künstler einen franseligen Bart wachsen, der seinen zuvorigen Status als Frauenschwarm vernebelte.
Zu dieser Zeit gab es Spekulationen, dass diese angebliche Umorientierung von Phoenix lediglich ein Scherz sei, insbesondere da sein Schwager Casey Affleck (34) dem Star andauernd mit einer Kamera folgte. Affleck aber versicherte, dass er die Ausbrüche für eine Dokumentation filme, und nicht als Parodie einer solchen.

Der Film mit dem Titel ‘I’m Still Here: The Lost Year of Joaquín Phoenix’ soll im September in die Kinos kommen, und die Herausgeber-Firma ‘Magnolia Pictures’ versichert weiterhin, dass der Film kein Streich sei. “Er wird eine Menge Aufmerksamkeit bekommen, aber es ist kein billiger Trick, bei dem man sagt: ‘Lass’ uns wildes Zeug machen und es filmen'”, erklärte ‘Magnolia’-Chef Earmonn Bowles der amerikanischen Ausgabe des ‘OK!’-Magazins. Bowles argumentiert, dass der Film ein exzellentes Stück Kino sei und glaubt, dass das Publikum überrascht sein werde, wenn es ihn sieht.
“Es ist extremes Verhalten, aber auch wirklich gutes Filmemachen. Offen gesagt, teilweise ist das Verhalten sehr extrem. Aber es ist im Kontext des Irrsinns, zu dieser Zeit in Joaquíns Leben zu sein. Es ist ein einzigartiges Werk, das die Leute auf verschiedene Arten überraschen wird”, fügte er hinzu.
Phoenix hatte in der Vergangenheit eine erfolgreiche Filmkarriere. Seine letzte Rolle war im Drama ‘Two Lovers’ von 2008, in dem er an der Seite von Hollywood-Star Gwyneth Paltrow spielte. Seinen größten Erfolg hatte er, als er 2005 in der Filmbiographie ‘Walk the Line’ den Musiker Johnny Cash verkörperte und dafür für einen Oscar nominiert wurde. Ob er für seine Dokumentation auch Lob ernten wird oder ob sich Joaquín Phoenix als Schaumschläger erweist, wird sich dann im September zeigen. (CoverMedia)