Freitag, 16. Juli 2010, 11:48 Uhr

Bruce Willis fordert Flucherlaubnis in Filmen

Los Angeles. Nach dem Fluchen in den USA wieder erlaubt ist und nicht mehr weggepiept wird, zeigt sich Bruce Willis noch immer empört darüber, dass es nicht mehr Szenen mit dem Wort “Fuck” in Filmen gibt. Der 55-jährige Film-Star aus “Stirb langsam”, der drei Töchter mit seiner Ex-Frau Demi Moore hat, kritisierte scharf die strikten Zensiererei in Filmen, sobald stark geflucht werde. Gleichzeitig sei man aber auf der Leinwand wesentlich toleranter gegenüber Sex und Gewalt.

Willis meint, die Welt sei total krank. Seine Kinder könnten online gehen und sich Hardcore- Pornos ohne Restriktionen anschauen. “Aber wenn in Filmen mehr als einmal das Wort ‘Fuck’ fällt, dürfen sie es nicht mehr sehen. Du kannst Menschen filmen, die Sex mit Tieren haben, aber du darfst nicht ‘Fuck’ im Film sagen.”

New Yorker Richter hatten sich sechs Jahre lang mit dem Nipplegate-Skandal herumschlagen müssen. Beim Superbowl 2004 hatte Justin Timberlake “versehentlich” (wer’s glaubt!) ein Stück Deko vom Dekollete Janet Jacksons gerissen. Dafür sollten die ausrahlenden Fernsehsender bestraft werden. Das Gericht in New York hat nun ein richtungsweisendes Urteil gefällt: Die Meinungs- und Redefreiheit garantiere das Recht auf ein bisschen nackte Haut und einen Fluch.