Montag, 19. Juli 2010, 13:08 Uhr

Spielt King Menowin nicht die erste Geige, dann die beleidigte Leberwurst

Schneeberg. DSDS-Vize Menowin Fröhlich soll Berichten zufolge seine Anhänger erneut brüskiert haben. Beim Open Air “Sommer am See” in Schneeberg/Sachsen am Samstag sei er zwar angekündigt gewesen, doch dann kurzentschlossen nicht aufgetreten.Angeblich seien zahlreiche Buhrufe der Grund, dass die Diva den Weg auf die Bühne gescheut habe. Der offenbar unkalkulierbare Sänger mit den überkandidelten Allüren in seiner Kategorie machte seinem Ruf alle Ehre und habe das Gelände überstürzt wieder verlassen.

Zuvor sei der angekündigte Auftritt von den Moderatoren sogar noch euphorisch angeheizt worden: “Wie viel Bock habt ihr auf Menowin?”, riefen die in die tobende Menge und ahnten nicht, mit dieser dämlichen Frage vor allem jene Zuschauer anzusprechen, die sich nicht unbedingt zur Anhängerschaft des schlagzeilenträchtigen Burschen zählten. Dann folgte ein ohrenbetäubendes Kreischen – allerdings auch einige unüberhörbare Buhrufe. Minutenlang tat sich nichts, dann verkündete Organisator Mike Parche dem ebenso verdutzten Publikum: “Menowin wird nicht auftreten.” So einfach ist das in der kleinen, aber offenbar äußerst beschränkten Welt des Möchtegern-Weltstars.

Obwohl Fröhlich schon unmittelbar an der Bühne stand, beschützt von Schirmen, gerierte er sich wie eine Mimose und hat den Feind auch schon im Publikum ausgemacht: “Ich trete hier nicht auf, das sind mir zuviele Buh-Rufe. Das ist ein abgekatertes Spiel von Bild und RTL”, soll er laut des DJs, der für das Warm-Up zuständig war, gesagt haben.

Seither macht das Wort von Sabotage unter den Fanowins die Runde. Aber der Rest der Welt haut sich auf die Schenkel angesichts dieses ausgemachten Blödsinns. Aber es kommt noch dämlicher: In der Fanowin-Welt ist (wie so oft) immer auch der Veranstalter der Feind Nummer drei. Wie geht das denn?

Ein anderer Augenzeuge will nämlich beobachtet haben, dass aber auch Eventmanager Mike Parche aus Zwickau nicht ganz koscher sein muß und teilte über Facebook seine Beobachtungen allen anderen kleinen Fanowins mit: “Beim Verlassen der Bühne lachte er und klatschte sich mit einem anderen ab, er sah irgendwie zufrieden aus (…) Er ging dann zu RTL und da wir auch am Gehen waren, sind wir nur ca. einen halben Meter da vorbei gekommen (…) der sagt doch tatsächlich zu den Leuten von RTL, war das gut so, habt ihr alles im Kasten? Die lachten und meinten, ja Klasse wir haben alles , was wir brauchen, jetzt machen wir noch das Interview.”

Parche hat auf unsere Anfrage zu den Ereignissen bis jetzt nicht reagiert.

Fazit: Überall, wo Menowin Fröhlich auftritt, lauern Feinde. Das sollte zu denken geben. Auch den Fanowins.

Im Interview mit RTL machte Menowin jedenfalls Ende letzter Woche klar, wie es weiter geht: “Ich denke mal, dass die Leute eher auf den Typ Menowin stehen als auf den Typ – wie heißt der noch mal? – ach ja: Mehrzad. Und der Checker hat jetzt auch ne CD draußen. Find ich alles ein bisschen schade, dass die mich so schikanieren. Aber egal, ich zieh das jetzt durch.” Mach mal.

Foto: Frank Altmann, Video: YouTube