Freitag, 23. Juli 2010, 9:52 Uhr

Leonardo DiCaprio: "Meine Träume sind beängstigend"

Hamburg. Mit “Inception” (Kinostart: 29. Juli) startet Regisseur Christopher Nolan die nächste Revolution im Action-Kino. Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio spielt darin einen Dieb, der in die Träume anderer Menschen eindringt, um ihnen ihre Geheimnisse zu stehlen. Verstanden hat er den genial-labyrinthischen Plot lange nicht. “Während des Drehs wusste ich immer noch nicht genau, worum es eigentlich geht”, gesteht der Hollywoodstar, der sich gemeinsam mit dem Regisseur zum Gespräch mit der Programmzeitschruft ‘TV Movie’ einfand. “Aber jetzt weiß ich es. Am Ende kapiert man alles.” Wenn es tatsächlich möglich wäre, würde er selbst gern in die Träume von einigen Politikern eindringen. “Um zu verstehen, was ihre wahren Absichten sind”, sagt der 35-Jährige. “Uns wird ja ständig etwas vorgegaukelt.” Er selbst erinnere sich übrigens nie an seine Träume. “Manchmal an kleine Fragmente. Aber die sind so beängstigend, dass ich sie sofort vergessen will”, sagt DiCaprio.

Regisseur Nolan würde solche Träume zu gerne teilen können. “Ich fände das faszinierend und könnte mir unglaubliche Erfahrungen vorstellen”, erklärt er seine Idee zum Film. “Es wäre eine andere Realität, in der wir dann leben.” Besonders interessant für ihn: die Träume von Orson Welles. “Ich wollte immer wissen, was er insgeheim denkt”, sagt der “Dark Knight”-Regisseur. “Er ist der größte Filmemacher aller Zeiten.” Inspiriert hätten ihn neben James-Bond-Movies zudem Filme, die über die Realität hinausgehen.
“Dazu gehört natürlich auch ‘Matrix’.” Auch wenn der Action-Thriller ursprünglich als Lückenbüßer gedacht war, betrachtet Christopher Nolan seinen aktuellen Film inzwischen als persönliches Meisterwerk: “‘Inception’ übertrifft alles, was ich bisher gemacht habe!”