Freitag, 30. Juli 2010, 19:37 Uhr

Kress-Report: Kachelmann fordert Schmerzensgeld in Millionen-Höhe

Heidelberg. Nach Informationen des Mediendienstes ‘kress report’ fordert Jörg Kachelmann Schmerzensgeld in Höhe von über 2 Mio. Euro von der “Bild”-Zeitung und Bild Digital (“Bild.de”). Gegen den Wettermann der ARD wird wegen des Vorwurfes der Vergewaltigung ermittelt.

Kachelmann saß bis Donnerstag in Untersuchungshaft. Der Chef der Firma Meteomedia, der als TV-Wettermann und Moderator (u.a. Riverboat) bekannt wurde, bestreitet den Vorwurf.

Der Fall hat in den vergangenen vier Monaten für erheblichen Wirbel  in den Medien gesorgt und ist für die Presse eine der spektakulärsten Kriminalgeschichten der letzten Jahre. Der Fall Kachelmann war Titelgeschichte in allen wichtigen Massenmedien, darunter auch im “Spiegel” und im “Stern”.

Nach Informationen von ‘kress-report’ werfen Kachelmanns Anwälte der ‘Bild’-Zeitung wiederholte Persönlichkeitsverletzungen vor. Ein Sprecher des Springer-Verlags bestätigte auf Anfrage von FAZ.net, dass Forderungen vorlägen, “doch weise man diese allesamt zurück”.

Auch der Berliner Medienrechts-Anwalt Christian Schertz Schadensersatzansprüche für möglich. Der Nachrichtenagenrtur dpa sagte er: “Ich gehe davon aus, dass die sehr frühe Information der Öffentlichkeit über die Inhaftierung die Persönlichkeitsrechte Kachelmanns verletzt hat”.

Unterdessen hat sich der Star-Wettermoderator selber den Medien gestellt. In einem Video-Interview, das unter anderem heute von RTL ausgestrahlt wurde, sagte der 52-Jährige: “Bisher ist es einerseits das Furchtbarste, was mir im Leben passiert ist, unschuldig im Gefängnis zu sitzen und sich nur langsam mit Hilfe eines hervorragenden Anwalts wehren zu können, und nie zu wissen, wann die Unschuld auch von den anderen erkannt wird.” In dem vikerminütigen Interview heißt es asn anderer Stelle: “Das wünsche ich niemand anderem auf der Welt, was dieser Mensch mir angetan hat.”