Dienstag, 17. August 2010, 12:45 Uhr

Daniela Katzenberger: Was für ein Katzenjammer mit dem neuen Video

Berlin. Viel Lärm um rein gar nichts! Mit Spannung wurde das vollmundig angekündigte Debüt-Musikvideo von Daniela Katzenberger erwartet und leider erweist sich auch der Clip – wie schon der Song – als echter Rohrkrepierer. Beides reicht bei weitem nicht mal an das Foxsche Original von 1987 heran. Dabei wollte Deutschlands derzeit beliebteste Blondine doch auch als Popstar durchstarten! Die Musikproduzenten Blank & Jones haben eine äußerst müde und vor allem erschütternd billige Nummer von “Nothing’s gonna stop me now” produziert, die offenbar mal schnell zusammengeschustert wurde und sich nur so dahinschleppt, dass alles andere als ein Sommerfeeling entsteht. Kennt man sonst gar nicht von den Herren! Soooooo billig wollen wir unsere Daniela jedenfalls in Zukunft nicht mehr sehen und auch wir Konsumenten sind nicht alle durch die Bank durchweg so bekloppt, jeden Dreck zu kaufen, der uns durch Cross-Media-Kampagnen wie diese angedreht wird.

Die Dreharbeiten zu dem Video (die wir heute abend um 20.15 Uhr in einem Katzenberger-Special auf VOX verfolgen können) seien nicht ganz so glamourös gewesen, wie  sich die 23-Jährige das eigentlich vorgestellt hatte: Bei über 30 Grad im Schatten, bis zu 40 Takes pro Szene und einem nagenden Hungergefühl kommt Daniela schnell an ihre Grenzen – doch Regisseur Oliver Sommer hat für die Dreharbeiten 15 Stunden angesetzt und Geduld mitgebracht. Der Mann hat immerhin 500 Musikvideos (Nena, Monrose, Scooter, Sarah Connor) gemacht, hier enttäuscht er aber auf der ganzen Linie.

Durch das grauenhaft ideenlose, stümperhaft geschnittene und absolut uninspirierte Video hüpft übrigens auch der smarte, immer wieder nett dreinschauende Leipziger Barchef Robert Hoeppner (30), der für das Katzenberger Café als Restaurantleiter auf Mallorca engagiert wurde.

“Für mich ist es schlimm, ausgelacht zu werden beim Singen. Wenn mir jemand sagt, ich habe einen fetten Arsch, dann sage ich: ,Ja, ich weiß.‘ Aber beim Singen, das ist eben etwas sehr Intimes”, gestand Katze in der Reportage über das Video. Viel schlimmer aber ist doch, dass einem bei dem neuen Video das Lachen schlichtweg im Halse stecken bleibt!

Liebe Daniela, wenn Du weiter solchen Mist ablieferst, dürften eine Reihe neuer Probleme bei Deiner angestrebten Popkarriere ins Haus stehen. Denn nicht jeder, der sich derzeit berufen fühlt, Dich zu beraten und Dir die große Kohle (mit unqualifizierten Kooperationen wie diese extrem stümperhaft zusammengeschusterte Produktion) offeriert, hat auch die Qualifikation dazu. In dieser Möchtegern-dazu-gehören-Branche dümpeln leider nicht nur Meister herum.

Deshalb: Von Popdiva Madonna lernen, heißt vor allem Siegen lernen: Wenn Du selber nur Durchschnitt bist, umgib Dich mit Leuten, die besser sind als Du und Dich erstrahlen lassen. Das war schon immer eines ihrer Erfolgsrezepte.

Fotos: VOX/ Sven Kaesling/KH