Mittwoch, 01. September 2010, 12:41 Uhr

Darum amputiert sich Hollywoodstar James Franco seinen Arm

Los Angeles. ‘Milk’-Star James Franco spielt die Hauptrolle in dem ergreifenden Filmdrama ‘127 Hours’, der von Slumdog-Millionär-Regisseur Danny Boyle gedreht wurde. Darin geht es um die wahre Geschichte des US-amerikanischen Bergsteigers Aron Ralston, der im Mai 2003 in einer 65m tiefen Felsspalte im abgelegenen Blue John Canyon in Utah mit einem Arm feststecken blieb und sich schließlich nach fünf Tagen selbst den Arm amputierte um wieder frei zu kommen. Die spannende Geschichte, die mit vielen Rückblicken auf das Leben des Bergsteigers gespickt ist, demonstriert auf erschütternde Weise, wozu ein Mensch fähig sein kann, wenn er sich für das Leben entscheidet.

Die Amputation seines Arms wurde zunächst durch das stumpfe Taschenmesser und die Einsicht verhindert, dass er damit niemals den Knochen durchtrennen könnte. Der damals 28-jährige Ralston, der sich zum Ziel gesetzt hatte, alle 59 Viertausender in Colorado im Alleingang zu besteigen, brach sich zunächst Elle und Speiche. Dazu bog er den Arm seiner eingeklemmten Hand so lange in eine Richtung, bis einer der Knochen brach. Die Weichteile und die Blutgefäße durchtrennte er mit dem Taschenmesser.

Jetzt wurde der erste offizielle Trailer zum Film veröffentlicht. ’127 Hours’ startet am 5. November in den US-Kinos. Für Deutschland steht noch kein Starttermin fest.

Die “Schneide-Szene” soll auch im Film relativ lang sein. Regisseur Danny Boyle verriet dazu gegenüber MTV News: “Es dauerte in Wirklichkeit 45 Minuten. Natürlich kommt es im Film vor. Die Zeit, die es braucht, wird von den Filmemachern respektiert. Wir schneiden nicht, entschuldigen sie den Ausdruck, kommen zurück und er ist verschwunden. Die ganze Idee des Films ist es, dass du die Reise mit ihm beginnst, und du schwenkst nicht einfach zu den vielen Menschen, die nach ihm suchen. Es ist eine eintauchende Erfahrung und es ist reinigend, wenn er es tut, weil es für jeden eine Erleichterung ist und in gewisser Weise auch ein Triumph”.