Freitag, 03. September 2010, 17:21 Uhr

Zweijähriger Ardi Rizal wurde endlich Nichtraucher

Jakarta. Der weltberühmte kleine indonesische Kettenraucher Ardi Rizal (2) rauchte am Tag 40 Zigaretten (zwei Zigartettenschachteln) und konnte durch eine Spezialtherapie durch Fachärzte seine Sucht nun ablegen.

Ardi schockierte im Mai diesen Jahres die Welt, nachdem ein Video von ihm im Internet erschien, auf dem er genüsslich eine Zigarette nach der anderen rauchte.

Generalsekretär Arist Merdeka Sirait von der nationalen Kinderschutzkommision aus Indonesien berichtete jetzt: “Er hat das Rauchen aufgegeben, und das Wichtigste ist, er fragt nicht mehr nach Zigaretten”.

Sechs Monate, nachdem sein Vater ihm die erste Zigarette gab, rauchte der übergewichtige kleine Junge zwei Päckchen am Tag und bekam heftige Wutanfälle, wenn seine Sucht nicht befriedigt wurde.

Für die Entzugskur begleitete seine Mutter den Jungen aus dem Dorf der Insel Sumatra in die Hauptstadt Jakarta, wo er sich der Therapie einen Monat lang unterziehen musste. “Er erhielt eine psychosoziale Therapie für einen Monat, in dem Therapeuten ihn mit Aktivitäten auf Trab hielten und ihn dazu ermutigten, mit gleichaltrigen Kindern zu spielen”, so Sirait. Somit konnte sie ihn am besten von der Sucht wegbekommen.

Um einen Rückfall vorzubeugen, müsse er in eine rauchfreie Umgebung untergebracht werden.

Ardis Fall hat nun in Entwicklungsländern wie Indonesien den Frauen und Kindern gezeigt, wie aggressiv die Tabakindustrie mit ihrem Marketing vorginge, wo strikte Regelungen sehr schwach zur Geltung kommen und die Leute über die verheerenden Schäden unaufgeklärt sind.

Sirait sagte zudem, die Regierung habe den Eltern von Ardi die finanzielle Unterstützung angeboten. Die Eltern waren sich den Gefahren des Rauchens nicht bewusst und versuchten ihr Kind mit Zigaretten zufrieden zu stellen, während sie den ganzen Tag über auf dem Markt schufteten.

Der 2-Jährige soll nun wieder zurück im Dorf sein und hat seinen Vater sehr vermisst, erzählte der Generalsekretär.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation   soll der Zigarettenkonsum im südostasiatischen Archipel von rund 240 Millionen Menschen in den 90ern auf 47 Prozent angestiegen sein.