Samstag, 04. September 2010, 10:22 Uhr

Cordula Stratmann: Im Fernsehen sind auch Mord und Totschlag komisch

Köln. Für die Komikerin Cordula Stratmann gibt es keine Tabus, wenn sie im Fernsehen auftritt. “Alles kann komisch sein – sogar Mord und Totschlag. Zumindest punktuell”, sagte die in Köln lebende Komikerin dem ‘Kölner Stadt-Anzeiger’.

Grundsätzlich gelte bei ihr die Regel: “Ich entscheide das von Spaß zu Spaß.” Bereut habe sie einen frechen Spruch noch nie, höchstens im privaten Umkreis: “Meistens merke ich das aber sofort und nehme den Spruch wieder zurück. Ich kann mich generell nicht daran ergötzen, wie einer mein Opfer wird.”

Kollektive Fröhlichkeit helfe ihrer Meinung nach in allen Lebenslagen: Auch während ihres früheren Berufs als Familientherapeutin sei Humor ein “tragendes Element” ihrer Arbeit gewesen. “Ich habe meinen Klienten die lustigen Momente gezeigt, wenn sie total miteinander im Clinch lagen. Das kennt jeder, wenn plötzlich so absurde Situationen entstehen, wo einer im Streit total behämmerte Sätze zum anderen sagt, die mit klarem Kopf nicht zu erklären sind.” Wenn es um Verwahrlosung, Misshandlung und sexuellen Missbrauch ging, sei allerdings mit “Spaß überhaupt nichts zu machen” gewesen. “Das war einfach nur ein ganz großes Drama.” Humor mag Stratmann auch bei Männern: “Definitiv muss ein Mann lustig sein, damit ich mich in ihn verliebe. Das steht ganz oben auf der Prioritäten-Liste.”