Donnerstag, 09. September 2010, 15:35 Uhr

Schweden-Band Torpedo und Justin Timberlake veröffentlichen Song

Berlin.  Das Schicksal kam in Gestalt von Audi, die die schwedische Kraut Rock Band, wie sie sich selber bezeichnen, mit Justin Timberlake zusammenbrachten, der den Song “An Invention“ für ihr in  Kürze erscheinendes Album „WE“ produzierte. Der Song ist außerdem der Star-Track für  Audi’s neue A1 Kampagne.

Klingt nach einer komischen Geschichte… Mit ihrem ersten Album im Gepäck, klingelte eines Tages das Telefon im Proberaum der Band in Stockholm. An der Strippe war ein Agent von Audi Deutschland, der sie fragte, wie sie es  fänden nach LA zu fliegen, um dort mit Justin Timberlake einen Song für die weltweite Audi A1Kampagne zu produzieren. Obwohl es eine  Weile dauerte, bis sie verstanden was los war, schien es ein Abenteuer zu sein, auf das sie sich einlassen wollten.

Nach drei Monaten Pendelverkehr zwischen Stockholm und LA, wo die Musiker an den Aufnahmen in den Henson Studios in Hollywood arbeiteten, können wir nun endlich das Ergebnis dieser kollidierenden Welten hören. Laut Band war es „eine total natürliche Kollaboration mit Justin, er war ganz bodenständig. Es stellte sich raus, dass er ein großer Bowie Fan ist, obwohl er Ziggi Stardust bevorzugt, wir mögen den Berlin Bowie.“

Es sieht danach aus als würden sich Torpedo karrieretechnisch auf der Überholspur befinden. Andreas ( Gesang und Gitarre), Pontus (Chorus und Gitarre), Love (Keyboard und Trompete), Erik (Bass) und Martin (Drums) beschreiben ihre Musik als einfach und explosiv,  was sich augenscheinlich auch im Bandnamen und ihren Live Shows wiederfindet. Ein Mix aus Indierock und 70er Krautrock, so lässt sich ihr Musikstil wohl am besten beschreiben, inspiriert von ihren  musikalischen Helden Neu!, David Bowie und Sonic Youth, um nur einige zu nennen.

Nach ihrem Debütalbum „In The Assembly Line“, mit dem sie bereits quer durch Europa  tourten, scheint nun mit dem Juwel „WE“ der internationale Durchbruch zum Greifen nah. Pontus beschreibt das Album als einen Versuch „den Soundtrack zum Weltuntergang zu  schreiben“, was erst mal sehr ernst klingt, tatsächlich aber ein großer Spaß ist, so scheinen die „bearers of great beards“ das Rezept gefunden zu haben, mit kosmischen Klängen und  mächtig süchtig machende Songs das Blut in Wallung zu bringen.