Samstag, 11. September 2010, 20:42 Uhr

Sofia Coppola gewinnt in Venedig mit Drama um Hollywoodstar

Venedig. Sofia Coppola (39) ist die Gewinnerin beim 67. Filmfestival in Venedig. Für ihr Meistwerk ‘Somewhere’ bekam sie den ‘Goldenen Löwen’.  Die Tochter der Regie- und Produzentenlegende Francis Ford Coppola beschreibt darin die innere Leere eines Hollywoodstars, ausgelöst durch den langweiligen Alltag eines Hollywoodstars. Coppola (“Lost in Translation”) setzte sich gegen 23 Mitkonkurrenten durch, darunter auch Tom Tykwers Streifen “Drei”.

Und darum geht’s: Die Oscar-Preisträgerin Sofia Coppola erzählt einfühlsam die Geschichte einer außergewöhnlichen Vater-Tochter-Beziehung.

Man kennt ihn von der Leinwand oder aus der einschlägigen Klatschpresse: Johnny Marco ist ein angesagter junger Hollywood-Star. Er residiert im legendären Hotel Chateau Marmont in L.A. und vertreibt sich die Zeit mit Dingen, die das Leben angenehm machen: schöne Frauen, schnelle Autos, Alkohol und Drogen. Alles, um bloß nicht zu merken, das sein Leben eigentlich ziemlich langweilig ist. Doch da kommt ihn unerwartet Cleo (Elle Fanning), seine elfjährige Tochter aus einer früheren Beziehung, besuchen. Johnny soll sich für einige Zeit um sie kümmern. Die unvermittelte Nähe zu seiner Tochter bringt Johnny nach langer Zeit endlich wieder zum Nachdenken: Mit Cleo füllt wieder etwas Echtes und Ehrliches die Leere in seinem Leben. Doch was wird sein, wenn sie ihn wieder verlassen muss?

Coppolas Film kommt am 11. November in die deutschen Kinos.

Fotos: Tobis Film