Dienstag, 14. September 2010, 9:37 Uhr

Jackie Chan: "Ich bin nicht mehr so verrückt wie früher"

München. Jackie Chan (56) geht es auf seine alten Tage ruhiger an: “Ich bin bei weitem nicht mehr so verrückt wie früher, als ich darauf bestand, alle Actionszenen selbst zu machen. Meistens drehe ich pro Film nur noch eine schwierige Stuntszene, aber ich muss nicht mehr aus dem 20. Stockwerk eines Hochhauses springen, sondern suche mir lieber eine der unteren Etagen aus”, sagt der chinesische Schauspieler im  Interview mit TELE 5. Der deutsche Privatsender widmet Asiens bislangerfolgreichstem Hollywood-Export ab 17. September eine Reihe mit Martial-Arts-Filmen.

“Bei meinen Hongkong-Filmen war es so, dass fast alle Stunts Folgen für mich hatten. Am häufigsten brach ich mir die Finger oder  einen Knöchel”, verrät Chan, dessen beste “Heimatfilme” an den kommenden Freitagen auf TELE 5 zu sehen sind, darunter ‘Der Superfighter’, ‘Projekt B’ und ‘Meister aller Klassen’.

Gerade bei diesen frühen Werken zog sich der Bruce-Lee-Nachfolger die meisten seiner unzähligen Verletzungen zu. “In Hollywood wundere ich mich immer über die gewaltige Technik, die zur Verfügung steht. Dort errechnet man vor einer Actionszene am Computer mögliche Gefahrenquellen. Erst wenn diese ausgemerzt sind, darf ich vor die Kamera treten. In Hongkong wird alles nach Augenmaß abgeschätzt”, so der Star.

Befremdlich findet Chan es auch, dass seine Hollywood-Hits von seinen Landsleuten kaum beachtet werden: “Ich glaube, das liegt zum einem daran, dass sie die englischsprachigen Witze nicht verstehen.
Zum anderen sind die Kampfszenen in US-Produktionen häufig nicht so gut wie in den Filmen, die ich in meiner Heimat drehe”, erklärt Chan.