Mittwoch, 15. September 2010, 14:45 Uhr

John Travolta: War Sohn schon länger tot als angegeben?

Los Angeles. Nach 18 Monaten ist die Tragödie um den Tod des Sohnes von Hollywoodstar John Travolta (56) noch immer nicht eindeutig aufgeklärt. Insbesondere nicht für die beteiligten Sanitäter Tarino Lightbourne (48) und seinen Kollegen Derrex Rolle.
Tarino packt nun in einem dreistündigen Interview, dass die ‘Daily Mail’ zitiert, mit neuen Einzelheiten aus. Und das, nachdem Travolta die Klage gegen ihn und eine Kumpanin wegen Erpressung fallen ließ. Travolta hatte den Angeklagten vorgeworfen, von ihm 25 Millionen Dollar verlangt zu haben, um die Veröffentlichung von Informationen über die Umstände des Todes von Travoltas Sohnes Jett zu verhindern.

Lightbourne erzählte, er habe nicht die Absicht, weiterhin zu schweigen und erklärte: “Natürlich tut es mir für John Travolta sehr leid, dass er seinen Sohn verloren hat und ich bin immer ein großer Fan von ihm gewesen. Ich habe kein Hühnchen mit ihm zu rupfen, aber ich bin das wahre Opfer, nicht John Travolta. Ich wurde wie ein gemeiner Verbrecher vorgeführt und ins Gefängnis geworfen und habe meinen Job verloren.”

Nach Angaben von Lightbournes Anwalt, soll Johns Hausangestellte den 16-Jährigen nach einem Anfall vorgefunden und sofort die Rezeption der Ferienanlage alamiert haben. Doch 15 Minuten hatte es noch gedauert, bis dann der Rettungsdienst informiert wurde. 10.45 Uhr traf der am Unfallort ein und einige Leute befanden sich bereits bei dem Jungen, der in einem Handtuch gewickelt auf dem Boden lag, so Tarino. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste er nicht, wer die Familie war. Der Kopf des Jungen war verletzt und zwei Personen gaben ihm eine Herzrhythmusmassage. Ein Arzt aus einer Privatklinik aus der Nähe des Resorts sagte, der 16-Jährige muss einen Anfall erlitten haben und schlug dabei mit dem Kopf auf den Boden. Soweit waren die Tatsachen auch bekannt.

Dann stellte sich heraus, dass die Pupillen weit offen und trockenes Blut an verschiedenen Stellen des Kopfes waren. Zudem befand sich der Körper bereits in der Totenstarre, was im Regelfall erst nach drei Stunden eintritt. Der Junge war aldso nicht erst seit 15 Minuten, sondern schon wesentlich länger tot.

Nach Aussagen von Tarino, habe er kurz darauf gehört, wie einer der Männer im Raum, in dem sich weder Travolta noch in weiterer Familienangehöriger befand, sagte: “Meine Herren, haben wir eine Vereinbarung? Wir können eine Menge Geld daraus schöpfen. Wenn jeder schweigt, können wir eine Menge Geld machen.”

Seltsamerweise ging dann alles sehr schnell vonstatten und Tarino war sich sicher, dass da etwas faul war. Denn es gab nicht einmal eine gründliche Untersuchung des Gerichtsmediziners, geschweige denn einen normalen Ablauf, wie es sonst immer gehandhabt wurde.