Sonntag, 19. September 2010, 17:32 Uhr

Stefan Raab verliert nach fünf Stunden eine Million an einen Lehrer

Köln/Unterföhring. Was ist da schief gelaufen? Dieser entgangene Sieg in seiner putzigen Marathon-Wettkampf-Show muß Stefan Raab nach fünf Stunden regelrecht körperliche Schmerzen bereitet haben. Zum ersten Mal konnte ein Lehrer die ProSieben-Allzweckwaffe bezwingen.Und verlieren ist ja bekanntlich überhaupt nicht sein Ding!

Thorsten, 29 Jahre, Gymnasiallehrer für Sport und Erdkunde, zeigte großen Kampfgeist und schlug Stefan Raab am gestrigen Samstagabend in 15 Spielen. Immerhin noch 2,83 Millionen sahen um 1.34 Uhr den Triumph des glücklichen Heidenheimes (Baden-Württemberg). Insgesamt 4 Millionen Zuschauer verfolgten „Schlag den Raab“.

Der frischgebackene Millionär: „Das ist alles noch gar nicht so richtig fassbar. Ich hätte es mir nicht so schwer vorgestellt gegen Stefan Raab zu gewinnen. Mir sind die Tränen gekommen und das passiert mir nicht so häufig. Kein Mensch kann sich vorstellen, wie es ist, einen Basketball in den Händen zu halten und damit sein Schicksal. Entweder du gewinnst damit die eine Millionen Euro, oder eben nicht. Aber natürlich freue mich ich unheimlich. Stefan Raab: „Spannender geht’s ja kaum. Ich habe wirklich gekämpft, aber am Ende hatte Thorsten einfach das glücklichere Händchen.“

Mit der gewonnenen Million will sich Thorsten eine Kitesurf-Ausrüstung kaufen und in seine Hobbys intensivieren. “Aber grundsätzlich möchte ich wenig von dem Geld ausgeben und es gut anlegen. Ich will ein ganzes Leben etwas davon haben.”

Das Spieleprotokoll:

Spiel 1: GELD ZÄHLEN
Wer kann am schnellsten ein Glas voll Kleingeld zusammenzählen und am Ende den richtigen Betrag nennen? 1:0 für den Herausforderer.

Spiel 2: TIERE
Tierisch kompliziert! Die beiden Kandidaten müssen anhand von Fotos Tier benennen. Stefan outet sich als echter Tierkenner und holt sich die Punkte. 2:1 für Raab.

Spiel 3: BACHLAUFEN
Die Kontrahenten müssen einen imaginären Bach mit zwei Baumstümpfen überqueren. Der Boden darf dabei nicht berührt werden. Stefan Raab ist schneller. 5:1.

Spiel 4: MEMORY
Kinderspiel, gar nicht so leicht. Thorsten überzeugt und gleicht aus. Der neue Punktestand: 5:5.

Spiel 5: BALL HOCHHALTEN
Ein Wasserball soll möglichst lange in der Luft gehalten werden. Handkontakt verboten! Der Lehrer hat das etwas bessere Ballgefühl. 10:5 für Thorsten.

Spiel 6: BLAMIEREN ODER KASSIEREN
Auftritt für Quiz-König Elton. Thorsten beweist großes Wissen und erhöht auf 16:5.

Spiel 7: RÜCKWÄRTS FAHREN
In die Autos, fertig, los! Ein Slalomparcours muss rückwärts durchfahren werden. Absolute Paradedisziplin für Stefan, der mit vier zu Null gewinnt. Nur noch 16:12 für den Herausforderer.

Spiel 8: BEACHVOLLEYBALL
Gutes Beachvolleyball sieht anders aus. Trotzdem: Thorsten gewinnt knapp und baut seine Führung aus. 24:12 für den Lehrer.

Spiel 9: PFLAUMENKUCHEN
Mehl, Zucker, Butter… Alle Zutaten für einen Pflaumenkuchen müssen möglichst genau abgewogen werden – ohne Waage. Stefan hat das bessere Mengengefühl. Nur noch 24:21 für Stefan.

Spiel 10: FLOORBALL
Eishockey auf dem Feld. Nach einem anstrengenden Spiel gewinnt Thorsten mit 2:1. Der neue Spielstand: 34:21 für den 29-jährigen Heidenheimer.

Spiel 11: WO LIEGT WAS?
Heimspiel für den Endkunde-Lehrer? Ja! Auch dieses Spiel geht an Thorsten. 45:21.

Spiel 12: BÜCHER TRAGEN?
Jetzt sind Muskeln gefragt. Bücher müssen in der Waagerechten von einer Seite zur anderen getragen werden. Kraftpaket Thorsten holt sich die 12 wichtigen Punkte und baut seine Führung weiter aus: 57:21.

Spiel 13: WER LÜGT?
Stefan kommt dem Lügen auf die Schliche und wehrt das erste Matchballspiel für Thorsten ab. Nur noch 57:34 für den Herausforderer.

Spiel 14: FLITSCHEN
Zweites Matchballspiel für Thorsten. Einweckgummis müssen auf ein Punktfeld geflitscht werden. Stefan hält auch hier die Nerven und robbt sich weiter ran. Der neue Punktestand: 57:48

Spiel 15: MILLIONENWURF
Thorsten trifft aus elf Meter den Basketballkorb und gewinnt die eine Million Euro. Der Endstand: 72:48.

Fotos: ProSieben/ Willi Weber